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ISO veröffentlicht erste internationale Norm für nachhaltige Beschaffung

27. April 2017

Die Internationale Organisation für Normung (ISO) stellt mit der ISO 20400 eine neue Norm für nachhaltige Beschaffung vor. Sie zielt darauf ab, Unternehmen bei der Organisationen, Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Einkaufspraktiken zu unterstützen, indem sie Grundprinzipien der nachhaltigen Beschaffung beschreibt und ein Modell für die Umsetzung anbietet.

Bei der Beschaffung ist nicht nur wichtig, welches Produkt gekauft wird, sondern auch von wem. Um die Zusammenarbeit mit Lieferanten zu fördern, die nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten nachhaltig arbeiten, hat das Komitee der ISO/PC 277 einen neuen Standard eingeführt. Die ISO 20400 umfasst keine Anforderungen an Lieferanten, sondern beschreibt, wie Einkäufer Grundsätze und Kriterien für Nachhaltigkeit festlegen und in den Beschaffungsprozess integrieren können.

Jacques Schramm, Vorsitzender von ISO/PC 277 sagte: "It is no longer enough for businesses to rely on suppliers to provide them with what they want, no questions asked. Organizations benefit greatly from getting to know their suppliers – understanding what their requirements are as well – to ensure their demands are not unrealistic and that the suppliers they work with have good, ethical practices. The risks of not understanding and managing practices throughout the whole supply chain are great. At best, poor quality products or ruptures of stock can result. At worst, disasters like the Rana Plaza in Bangladesh in 2013 can happen. Sustainable procurement helps to minimize risks such as these by encouraging buyers and suppliers to work closely together for a better result for all."


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