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KPMG Survey of Corporate Responsibility Reporting 2017

16. Oktober 2017

Drei Viertel der 4.900 untersuchten Unternehmen weltweit veröffentlichten Informationen über ihre Nachhaltigkeitsleistungen. Unternehmen berichten noch zu wenig über finanzielle Risiken des Klimawandels und die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) bleiben das meistgenutzte Rahmenwerk. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie von KPMG.

Bild: KPMG

Bereits seit 1993 verfolgt und erörtert KPMG die weltweite Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Ergebnisse werden regelmäßig in der Survey of Corporate Responsibility Reporting veröffentlicht. Für die 10. Auflage der Studie wurden 4.900 Unternehmensberichte zu Nachhaltigkeitsinformationen aus 49 Ländern analysiert.

Die wichtigsten Ergebnisse sind:

Prüfung von Nachhaltigkeitsangaben
Die unabhängige Prüfung der Nachhaltigkeitsinformationen durch einen externen Prüfer nimmt seit 2005 kontinuierlich zu. Zwei Drittel der 250 größten Unternehmen weltweit (67 Prozent) und fast die Hälfte aller analysierten Unternehmen (45 Prozent) lassen ihre Angaben extern prüfen.

Finanzielle Risiken des Klimawandels
Rund zwei Jahre nach der UN-Klimaschutzkonferenz in Paris und dem daraus resultierenden Ziel, die Erderwärmung auf unter 2°C zu begrenzen, haben sich rund zwei Drittel (66 Prozent) der 250 weltweit größten Unternehmen ein quantitatives Ziel zur Verringerung ihrer CO2-Emissionen gesetzt. Zu wenig berichtet wird noch über die finanziellen Risiken des Klimawandels: Nur etwas mehr als ein Viertel (28 Prozent) der untersuchten Unternehmen bezieht sich in der Berichterstattung auf konkrete Risiken, die durch die Veränderung des Klimas entstehen und in weiterer Folge Auswirkungen auf die Finanzlage des Unternehmens haben, wie zum Beispiel Produktionsausfälle durch vermehrte Extremwetterereignisse.

GRI bleibt meistgenutztes Rahmenwerk
Wie im Vorjahr wurden auch 2017 die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) am meisten von den Betrieben genutzt. 63 Prozent der untersuchten Unternehmen weltweit halten sich bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung an das internationale Rahmenwerk. Integrierte Berichte, bei denen Nachhaltigkeitsinformationen Bestandteil des Geschäftsberichts sind, gelten auch weiterhin eher als Ausnahme. Dennoch zeigt sich ein Aufwärtstrend: von 11 Prozent im Jahr 2015 auf 14 Prozent.

Sustainable Development Goals finden Resonanz
Die SDGs haben in weniger als 2 Jahren seit ihrer Gründung Ende 2015 weltweit große Resonanz bei den Unternehmen gefunden. Mehr als ein Drittel (39 Prozent) der 4.900 untersuchten Berichte verbinden die Corporate Responsibility-Aktivitäten  mit den SDGs. Dieser Anteil steigt auf 43 Prozent, wenn man die 250 größten Unternehmen weltweit betrachtet.

Menschenrechte sind Thema unternehmerischer Verantwortung
Rund drei Viertel der Unternehmensberichte (73 Prozent) in den 49 Ländern erkennen Menschenrechte als ein Thema der unternehmerischen Verantwortung an, mit dem sich das Unternehmen auseinandersetzen muss. Unternehmen mit Sitz in Indien, Großbritannien und Japan sind am ehesten bereit, die Frage der Menschenrechte anzuerkennen, ebenso wie Unternehmen im Bergbau-Sektor.

"It is not only employees, communities and NGOs who take an interest in corporate responsibility and sustainability issues. Investors are also increasingly aware that topics previously considered “non-financial” can have a material impact on a business's ability to build and protect value both in the short-term and the long-term. Companies therefore need to understand the latest trends in reporting and ensure their own reports meet the expectations of a wide range of stakeholders", sagte José Luis Blasco, Global Head of Sustainability Services bei KPMG.

KPMG ist Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.


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