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Corruption Perceptions Index 2017 erschienen

01. März 2018

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat den Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) veröffentlicht. In diesem Jahr wurden 180 Länder und Territorien untersucht. Der Index misst die in Politik und Verwaltung wahrgenommene Korruption auf Grundlage verschiedener Expertenbefragungen auf einer Skala von 0 (hohes Maß an wahrgenommener Korruption) bis 100 (keine wahrgenommene Korruption). Viele Unternehmen ziehen den CPI zur Bewertung von Risiken in der eigenen Lieferkette heran.

Die Ergebnisse des diesjährigen CPI sind beunruhigend: Die Mehrheit der Staaten erzielen keine oder zu wenig Fortschritte im Kampf gegen Korruption. Insbesondere Länder mit niedrigem Schutz für Presse- und Nichtregierungsorganisationen weisen tendenziell ein hohes Korruptionsniveau auf. International bilden Neuseeland (89 Punkte), Dänemark (88 Punkte) und Finnland (85 Punkte) die Gruppe der Spitzenreiter, Südsudan (12 Punkte) und Somalia (9 Punkte) rangieren auf den letzten Plätzen. In den letzten sechs Jahren haben mehrere Länder wie Senegal und Großbritannien ihre Punktzahl deutlich verbessert, während sich Länder wie Syrien, Jemen, aber auch Australien, verschlechtert haben. In mehr als zwei Drittel der untersuchten Länder wurde ein hohes Korruptionsniveau mit einem Punktwert unter 50 Punkten festgestellt. Deutschland erreicht wie bereits im vergangenen Jahr 81 Punkte. Im Ranking rutscht Deutschland jedoch auf den zwölften Platz ab und bleibt damit hinter Luxemburg und Großbritannien zurück. EU-weit ist Deutschland auf Platz sieben des Korruptionswahrnehmungsindexes.

Der Korruptionswahrnehmungsindex wird von Unternehmen im Rahmen von Risikoanalysen für die eigene Lieferkette zur Identifizierung von möglichen Korruptionsrisiken in Produktions- und Zuliefererländern genutzt.


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