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Deutsche Unternehmen nicht mehr im Dow Jones Sustainability Index vertreten

19. September 2004

Celesio (früher: Gehe), Degussa, Epcos, Hypo Real Estate, Metro, MG Technologies, Schering, T-Online und Wella sind von heute an nicht mehr im Dow Jones Sustainability World beziehungsweise in dessen europäischem Pendant (Stoxx) vertreten, meldet die Frankfurter Rundschau.

"Die meisten Unternehmen fliegen nicht raus, weil sie schlechter geworden sind, sondern weil die Geschwindigkeit, mit der sich andere in der Branche weiterentwickeln, schneller ist", erläutert Alexander Barkawi von Servicefirma SAM Indexes, die die Nachhaltigkeitsindices von Dow Jones betreut. Im Weltindex mit 300 Unternehmen aus 24 Ländern ist Deutschland nur noch mit 18 Namen vertreten. Die engagierten Niederländer und Schweizer kommen hingegen erneut auf zwölf und 13 Firmen. Großbritannien ist nach acht Neuzugängen mit 73 Unternehmen neben den USA führend. Gemessen am gesamten Börsenwert ist Deutschland gegenüber dem konventionellen Dow Jones Index zwar noch übergewichtet. Aber die Quote sinkt. Der DJSI World nimmt nur die - nach den Kriterien - besten zehn Prozent der Unternehmen auf, die ihre Konkurrenz auf allen Feldern der Nachhaltigkeit abhängen, der Europa-Index die besten 20 Prozent. Obwohl viele Firmen die Umfrageflut stört, meldet SAM Indexes eine steigende Beteiligungsrate - im renommierten DJSI notiert zu sein, ist inzwischen eine Imagefrage.