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Zum fünften Mal veröffentlicht Sustainalytics eine Studie zur Nachhaltigkeitsleistung börsennotierter deutscher Großunternehmen. Die beste Nachhaltigkeitsleistung aller DAX-Unternehmen erzielt erneut BMW und konnte seine Spitzenposition weiter ausbauen. Mit E.ON und SAP sind zwei weitere Unternehmen aus dem UPJ-Netzwerk unter den Top5 platziert.
Mit einer Bewertung von 83 Punkten kann BMW seine Gesamtnote im Vergleich zu 2009 um fast neun Punkte verbessern und seinen ersten Platz im Ranking bestätigen. Die sehr guten Leistungen in den Untersuchungsbereichen Environment und Social haben zu diesem Ergebnis geführt. In Bezug auf seine soziale Nachhaltigkeitsleistung hat BMW sein Rating mit 86,5 im Vergleich zu 2009 behauptet, hinsichtlich der ökologischen Nachhaltigkeit sogar um fast zehn Punkte deutlich gesteigert. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Unternehmen Henkel (81,7 Punkte) und Volkswagen (79,4 Punkte). E.ON erreicht mit 77,7 Punkten Platz 4 und SAP mit 77,4 Punkten Platz 5.
Aus Sicht von Sustainalytics (ehemals scoris) zeigt die Studie, dass der Nachholbedarf unter den deutschen Großunternehmen abgenommen hat, sowohl in Bezug auf die Nachhaltigkeitsleistung als auch hinsichtlich der Transparenz der Berichterstattung. So ist das durchschnittlich erzielte Rating der DAX 30-Unternehmen im Vergleich zum Rating 2009 um mehr als zehn Punkte auf 70,5 deutlich gestiegen. Insgesamt erzielen 28 Unternehmen ein Gesamtrating von mehr als 60 von maximal 100 Punkten. 16 Unternehmen übertreffen sogar die 70-Punkte-Grenze. Noch 2009 erreichten lediglich drei Unternehmen diesen Wert. Auch ein internationaler Vergleich bestätigt das gute Abschneiden der deutschen Großunternehmen. 28 der 30 Aktiengesellschaften liegen teilweise deutlich über dem jeweiligen Branchendurchschnitt. Nicht nur die Nachhaltigkeitsleistung, auch die Transparenz und Berichterstattung über ESG-Themen fällt insgesamt positiv aus. So veröffentlichen fast alle DAX 30-Unternehmen regelmäßig einen CSR-Bericht. Dabei berichtet die deutliche Mehrheit der Unternehmen nach den Global Reporting Initiative (GRI)-Richtlinien. Zwölf von 30 Unternehmen lassen ihren CSR-Bericht zudem extern nach angesehenen Prüfungsstandards zertifizieren. Mit Fresenius Medical Care, Fresenius, ThyssenKrupp und Infineon veröffentlichen lediglich vier Unternehmen keinen eigenen Nachhaltigkeits- bzw. CSR-Bericht.
Die Analyse der Nachhaltigkeitsleistung der DAX 30-Unternehmen erfolgte anhand der drei Untersuchungsbereiche Umwelt (Environment), Soziales (Social) sowie Unternehmensführung (Governance) entsprechend des so genannten ESG-Ansatzes. Während Governance die Bereiche Unternehmensführung und Unternehmensethik umfasst, bezieht sich der Themenkomplex "Soziales" auf die Beziehungen der Unternehmen zu ihren Kunden, Zulieferern und Mitarbeitern sowie zur Gesellschaft im Allgemeinen. Auch das gesellschaftliche Engagement der Unternehmen wird hier berücksichtigt. Unter der Überschrift "Umwelt" untersucht Sustainalytics die Unternehmen in Bezug auf ihren ökologischen Fußabdruck, nachhaltige Beschaffung und die Einbeziehung ökologischer Faktoren bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Darüber hinaus beobachtet Sustainalytics, ob Unternehmen in Kontroversen und Skandale verwickelt sind.
Die BMW Group, E.ON Energie und SAP sind Mitglieder im UPJ-Unternehmensnetzwerk.