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Die Deutsche Umwelthilfe verklagt den DIHK und geißelt in einer weiteren Klage die Geiz-Ist-Geil-Geschäfte von "Media Markt" und "Saturn"

01. Dezember 2005

Mit einer Unterlassungsklage will die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gegen den Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) vorgehen und damit die Verbreitung des DIHK-Positionspapiers "Für einen Strategiewechsel in der Umweltpolitik" stoppen

Der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch begründet das Vorgehen wie folgt:

"Wir werden nicht länger tatenlos hinnehmen, dass der DIHK mit Pamphleten aus der umweltpolitischen Steinzeit Propaganda gegen jeden Fortschritt in der Umweltpolitik betreibt und das auch noch mit den Kammerbeiträgen der im Umweltschutz tätigen Unternehmen und Verbände finanziert".

Die DUH Umweltschutz-Service GmbH ist Zwangsmitglied in der IHK Hochrhein-Bodensee und kann damit auf Einhaltung der DIHK-Satzung und des gesetzlich übertragenen Auftrag des DIHK klagen.

In einer zweiten Klage legt sich die Deutsche Umwelthilfe auch mit den Handelsunternehmen „Media Markt“ und „Saturn“ an. Diesen wirft die DUH systematische Verstöße gegen die Pflichten zur Energieverbrauchskennzeichnung von Haushaltsgeräte vor. In einer Pressemitteilung heisst es:

"Die von Handelskonzernen wie der Metro-Group in Deutschland inszenierte Dauer-Schnäppchenjagd gefährdet die Gesundheit, den guten Geschmack sowie Umwelt und Klima. In den Elektromärkten führt die „Geiz-Ist-Geil“-Kampagne wegen unnötig hoher Stromverbräuche vieler angebotener Geräte nicht einmal zu einer dauerhaften Entlastung der Kunden-Geldbeutel."


Weiteres zum Thema

Informationen zur DIHK-Klage auf der Internetseite der DUH

Informationen zur Klage gegen "Media Markt" und "Saturn" auf der Internetseite der DUH