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Belohnt die Börse die Schaffung von Arbeitsplätzen?

20. Juli 2006

Angesichts der aktuellen Diskussionen um Stellenabbau trotz steigender Gewinne bei Großunternehmen kritisiert eine neue Studie wie unzureichend die Schaffung von Arbeitsplätzen im Rahmen der aufkommenden sog. nachhaltigen Anlagekonzepte bisher berücksichtigt wird.

Angesichts der aktuellen Diskussionen um Stellenabbau trotz steigender Gewinne bei Großunternehmen ist der Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Mitarbeiterzahl und der Börsenperformance sicher auch abseits des Asset Managements ein aktuelles Thema.

Die Studie geht u.a. der Frage nach, wie sich die Schaffung von Arbeitsplätzen für börsennotierte Firmen sinnvoll messen lässt. Was würde passieren, wenn Investoren eine Anlagestrategie wählten, die konsequent Unternehmen begünstigt, die mehr Stellen schaffen als ihre Konkurrenten? Und welche regionalen oder sektorspezifischen Unterschiede sind dabei zu beachten?

Diese und ähnliche Fragen versuchen die Autoren der Studie, Christoph Butz, Nachhaltigkeitsexperte und Olivier Pictet, Spezialist für quantitative Analysen im nachhaltigen Anlageteam von Pictet Asset Management, zu beantworten. Die Autoren zeigen sich angesichts der immensen Bedeutung der Arbeitslosigkeit erstaunt, wie unzureichend die Schaffung von Arbeitsplätzen gerade auch im Rahmen der aufkommenden sog. nachhaltigen Anlagekonzepte bisher berücksichtigt wurde und schlagen daher vor, die Schaffung von Arbeitsplätzen zum wichtigsten Indikator für die soziale Verantwortung von Unternehmen zu erheben.

Um die eingangs gestellten Fragen zu untersuchen, wurden 1677 Unternehmen des global diversifizierten Aktienindex MSCI World hinsichtlich ihres Arbeitsplatzpotenzials bewertet und ihre Börsenperformance über einen Zeitraum von 9 Jahren (1997-2005) zurückgerechnet.

 


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