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Das "Institut für Entwicklung und Frieden" zum Global Compact

01. Januar 2002

Informationen über den Global Compact, Reformvorschläge und die Haltung der Bundesregierung zum Global Compact als Initiative der Vereinten Nationen finden sich in einer Broschüre des "Instituts für Entwicklung und Frieden" an der Uni Duisburg.

Mit Beiträgen von Thomas Fritschen (Auswärtiges Amt), Prof. Dr. Klaus Hüfner (Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission) und Dr. Brigitte Hamm (Institut für Entwicklung und Frieden).

Vorwort der Herausgeberin Brigitte Hamm: Im Rahmen der wirtschaftlichen Globalisierung nehmen die politischen Einflussmöglichkeiten der Privatwirtschaft weltweit zu. Zugleich verändern sich staatliche Funktionen und staatliche Aufgaben werden zunehmend privatisiert. Ausdruck für diese Tendenz zur Privatisierung der (Welt-)Politik ist die rasante Zunahme von so genannten Public-Private Partnerships in vielen Politikfeldern, insbesondere im Bereich der Entwicklungspolitik. Klaus Hüfner diskutiert in seinem Beitrag solche z. T. gar nicht so neuen Kooperationsformen im Rahmen des Systems der Vereinten Nationen. Er weist auf unterschiedliche Interessenlagen der relevanten Akteure hin und zeigt auf, dass der Erfolg solcher Partnerschaften auch eine Reform des Systems der Vereinten Nationen erforderlich macht. Eine Form von Public-Private Partnership auf der globalen Ebene ist der Global Compact, der im Januar 1999 von Generalsekretär Kofi Annan vorgeschlagen und im Juni 2000 errichtet wurde. Ziel dieses neuartigen und im Ergebnis offenen Dialog- und Lernforums zwischen Vereinten Nationen, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft ist die Vermittlung grundlegender Werte und Normen in den Bereichen Menschen- und Arbeitsrechte sowie von Umweltstandards. Brigitte Hamm zieht eine skeptische Zwischenbilanz dieses Projektes nach Abschluss der Pilotphase im Oktober 2001. Sie macht Vorschläge für mögliche Verbesserungen, die den Pakt zu einem effektiven Instrument von Global Governance werden lassen könnten. Auch der Beitrag von Thomas Fitschen vom Auswärtigen Amt widmet sich dem Global Compact. Er zeigt, dass die Bundesregierung diesem Projekt und Public-Private Partnership insgesamt sehr positiv gegenüber steht. Sie wurde selbst initiativ, um die Unterstützung für dieses Vorhaben innerhalb der Vereinten Nationen zu verbreitern.

 


Weiteres zum Thema

Der Bericht "Public-Private Partnership und der Global Compact der Vereinten Nationen" (500kb)

Internetseite des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF)