UPJ (Druckversion): debatte_detail

Neue Studie: Corporate Responsibility kommt an ihre Grenzen

11. Juli 2004

"Corporate Responsibility kommt an ihre Grenzen", das ist die Schlagzeile, mit der die britische Beratungsagentur SustainAbility ihre aktuelle Studie Berichts "Gearing up" vorgestellt hat. Bei Veröffentlichung der durch die Vereinten Nationen (UN) beauftragten Untersuchung Ende Juni in New York forderten die Autoren eine stärkere Vernetzung der Bemühungen um Nachhaltigkeit zwischen Wirtschaft und Politik.

Wo Kontakte zwischen Regierungen und Unternehmen bestünden, würden diese bislang vorwiegend durch Lobbyisten genutzt, so die Studie. So agitiere die Lobby der Automobilindustrie gegen effektive Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels oder die Lebensmittelbranche wehre sich gegen umfangreiche Kontrolle ihrer Industrie. Die Arbeit der Interessenvertreter stehe häufig in diametralem Gegensatz zu den erklärten Nachhaltigkeitszielen der betreffenden Firmen. Um die Wirkung nachhaltiger Unternehmenspolitik voll zu entfalten, sei es notwendig, dass die Unternehmen Allianzen eingingen, verlangt SustainAbility. Mögliche Partner seien Organisationen der Zivilgesellschaft vor allem aber Regierungen. Das Ziel müsse die Bildung einer "kritischen Masse" in allen Industriezweigen sein, die dann mit der Politik kooperieren könne. Wenn das gelinge, habe Corporate Responsibility ein großes Potenzial, wirklich etwas zu bewegen, so die Studie "Gearing up".


Weiteres zum Thema

 Download der Studie auf der Internetseite von SustainAbility