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Wirtschaftliches Potenzial der Sustainable Development Goals für Europa

05. Juli 2017

Die Studie von Frost & Sullivan und GlobeScan im Auftrag von CSR Europe untersucht wie europäische Unternehmen die SDGs einschätzen und in ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen. Dazu wurden 160 Vertreterinnen und Vertreter der Führungsebenen europäischer Unternehmen verschiedener Sektoren zu ihren Ansichten befragt.

Im ersten Teil der Studie werden vier SDGs (SDG 4 - Hochwertige Bildung, SDG 5 - Gleichberechtigung der Geschlechter, SDG 7 - Erneuerbare Energie und SDG 11- Nachhaltige Städte und Gemeinden) exemplarisch hinsichtlich ihres "business case" betrachtet.

Der zweite Teil wertet den durchgeführten Survey aus. 79 Prozent der Befragten halten es für wichtig, die SDGs in die Planung und Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens zu integrieren. Zum einen weil Unternehmenswerte und Strategien der Befragten an den SDGs ausgerichtet sind und zum anderen sehen die Hälfte der Manager die Ziele als wichtige Katalysatoren für neue Geschäftsmöglichkeiten und Multi-Stakeholder-Kooperationen. Allerdings zeigen sich auch Herausforderungen: Das Bewusstsein für die SDGs beschränkt sich zumeist auf die Geschäftsführungsebene und die CSR-Abteilungen im Unternehmen. Als weitere Schwierigkeiten bei der Auseinandersetzung mit den Zielen werden mangelnde öffentliche Aufmerksamkeit und fehlendes Stakeholderinteresse sowie das Fehlen eines klaren Ansatzes wie die SDGs zu implementieren und umzusetzen sind genannt. Die Ergebnisse zeigen darüber hinaus ein großes Interesse an Partnerschaften und Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, Regierungen und Nonprofitorganisationen.

Die Studie schließt mit einem Ranking der SDGs hinsichtlich ihrer Priorität für die Geschäftstätigkeit der Befragten (Platz 1: SGD 8 - Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum, Platz 2: SDG 3 - Gute Gesundheitsversorgung, Platz 3: SDG 12 - Verantwortlicher Konsum) und Empfehlungen.


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