UPJ (Druckversion): forschung_detail

Nachhaltigkeitsberichterstattung im Wandel

22. August 2017

Kirchhoff Consult hat zum vierten Mal in Folge die Nachhaltigkeitsberichterstattung der DAX 30-Unternehmen untersucht. Gegenstand der Untersuchung waren dabei separate Nachhaltigkeitsberichte, integrierte Berichte und GRI-Bilanzen, in denen über Nachhaltigkeitsinformationen berichtet wird.

Hauptergebnisse der Untersuchung:

Fast alle DAX 30-Unternehmen berichten über Nachhaltigkeitsthemen
Bis auf zwei Unternehmen berichten alle über Nachhaltigkeitsthemen.
Für das Geschäftsjahr 2016 berichten 24 der DAX 30-Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsthemen nach dem Reportingstandard G4. 2 Unternehmen berichten sogar bereits nach dem neuen GRI Standards. Allerdings nutzen lediglich 8 dieser 26 Unternehmen das umfassende Comprehensive-Modell, 16 berichten nach dem schlankeren Core-Modell. 23 der DAX 30-Unternehmen lassen ihren Bericht extern prüfen. Hinsichtlich der Prüfungsintensität handelt es sich dabei bei allen Unternehmen um eine limited assurance.

Rund 90 Prozent nutzen Wesentlichkeitsanalyse
Rund 90 Prozent der DAX 30-Unternehmen haben eine Wesentlichkeitsanalyse zur Ermittlung ihrer wesentlichen Themen genutzt. Die Definition des Begriffs "Wesentlichkeit" ist jedoch meistens nicht GRI-konform. Die Ergebnisse zeigen  deutliche Unterschiede auf, insbesondere bei der Festlegung der für die Unternehmen "wesentlichen" Themen. Hier liegt die Spanne mit 5 bis 43 Aspekten ähnlich hoch wie im vergangenen Jahr (2015: 5 bis 55 Aspekte). Dementsprechend unterschiedlich fällt der Prozess der Materialitätsanalyse aus. Die Studie zeigt jedoch, dass im Vergleich zu den Vorjahren weniger Aspekte berichtet werden, beziehungsweise eine Clusterung nach Themenfeldern Einzug hält.


Weiteres zum Thema

Zur Studie