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Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland besser als sein Ruf

11. Dezember 2017

Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland ist stark. Aber Armut und geringe Teilhabechancen gefährden ihn. Nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fällt im Osten der Zusammenhalt geringer aus als im Westen. Wachsende kulturelle Vielfalt schwächt das gemeinschaftliche Miteinander nicht. Zu diesen Ergebnissen kommt das neue "Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt" der Bertelsmann Stiftung, das den Zusammenhalt in Deutschland in neun Teildimensionen untersucht, die in einem Gesamtindex zusammengefasst sind.

Die Studie wurde von Wissenschaftlern der Jacobs University Bremen unter Leitung von Prof. Klaus Boehnke im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt. Ihr liegt eine repräsentative Befragung von 5.041 Menschen durch das Sozialforschungsinstitut infas aus dem Frühjahr 2017 zugrunde. Die Studie ermöglicht einen Vergleich der 16 Bundesländer und von 79 Regionen. Gesellschaftlicher Zusammenhalt wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden, das sich aus neun unterschiedlichen Dimensionen in drei Bereichen zusammensetzt: Soziale Beziehungen (soziale Netze, Vertrauen in Mitmenschen und Akzeptanz von Diversität), emotionale Verbundenheit (Identifikation, Institutionenvertrauen und Gerechtigkeitsempfinden) sowie Gemeinwohlorientierung (Solidarität und Hilfsbereitschaft, Anerkennung sozialer Regeln und gesellschaftliche Teilhabe).

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