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Fußbälle im CSR-Test

08. Juni 2006

"Fast alle weltweit verkauften Fußbälle stammen aus Pakistan, Thailand oder China", so die Stiftung Warentest. "Dort nähen Arbeiter die Einzelteile per Hand zusammen. Für jeden Ball müssen sie die Nadel etwa 1.400 Mal durch dicken Kunststoff stechen. Rund drei Stunden sind sie mit einem Fußball beschäftigt. Ihr Lohn: je nach Qualität zwischen 50 und 75 Cent.

Einige Hersteller engagieren sich für ihre Mitarbeiter, zahlen ihnen die Altersvorsorge und sorgen für den Transport zum Arbeitsplatz. Andere tun das nicht", so die Stiftung Warentest weiter. Der Test der Fußbälle ist der sechste in einer Reihe von CSR-Produkttests.

In der Pressemitteilung dazu heißt es weiter: "Der offizielle Weltmeisterschaftsball 'Teamgeist' von adidas ist Testsieger der Stiftung Warentest. Er besitzt nicht nur die besten Balleigenschaften, er schneidet auch beim Prüfpunkt Haltbarkeit deutlich besser ab als alle Konkurrenten. Freizeitkicker müssen aber nicht unbedingt 110 Euro für einen solchen Profiball ausgeben: "Gute" Fußbälle gibt es schon für rund 15 Euro von Derbystar, Nike oder Tramondi. Insgesamt erhielten 14 der 20 getesteten Bälle das Qualitätsurteil "Gut". Ganz vorne liegen fünf Bälle, die auch das Gütesiegel "Approved" der Fifa tragen. Sie gehören mit Preisen von rund 100 Euro aber auch in die gehobene Preisklasse. Teuer und trotzdem nur "befriedigend" ist der Uhlsport PT 13 Legacy, der ebenfalls das Fifa-Siegel trägt. Er war im Test unzureichend wasserdicht.

Neben der Qualität der Bälle stand auch die Verantwortung der Hersteller auf dem Prüfstand. Hier zeigen sich erfreuliche Tendenzen: Kinderarbeit ist in der Branche weitgehend verbannt und zumindest die großen Marken zeigen deutliche soziale und ökologische Anstrengungen. Der Lohnanteil der Arbeiter ist jedoch nach wie vor minimal: Von den 100 Euro für einen handgenähten Fußball bekommt der Näher gerade mal rund 60 Cent."


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Weitere Informationen zu den Testkriterien auf der Internetseite der Stiftung Warentest