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OTTO-Trendstudie Konsum-Ethik 2007

03. April 2007

Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit für den Verbraucher von heute und morgen? Wie verändert sich die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit in Deutschland? Welche gesellschaftlichen Treiber sind dafür verantwortlich? Zu diesen Fragen hat das Unternehmen Otto Anfang 2007 eine ausführliche Studie durchführen lassen.

Die Studie hat in Fokusgruppen, Experten-Interviews und einer repräsentative Umfrage Ethik aus der Perspektive der Konsumenten als "Wohlfühlfaktor" indentifiziert, der an Bedeutung gewinnt. Die Studie ergab über alle Altersstufen hinweg ein hohes Interesse an Fragen der Konsum-Ethik. Die Perspektiven, aus denen die Generationen das Thema betrachten, unterscheiden sich jedoch deutlich:

Für die so genannten "Netzwerkkinder" (16 bis 25 Jahre) zählen vor allem Vertrauen und Transparenz, Menschlichkeit und Natürlichkeit. Mode, Marke und Moral gehören für sie klar zusammen. 93 Prozent der Netzwerkkinder stimmen folgender Aussage zu: "Mir ist es wichtig, Produkte zu kaufen, die unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurden, keine Kinderarbeit, faire Bezahlung etc." Netzwerkkinder delegieren aber die Verantwortung an die Unternehmen und Marken und erwarten Fair Play.

Die so genannte “Generation X“ (26 bis 45 Jahre) sucht in Gesundheit und Wellness den Ausgleich zum familiären und beruflichen Stress, dem sie als Sandwich-Generation ausgesetzt ist. Ihr geht es vor allem um die sinnliche Erfahrbarkeit: Produkte müssen sich besser anfühlen, eine spürbar bessere Qualität haben und so zum persönlichen Wohlbefinden beitragen.

Die Altersgruppe der 45 bis 65 Jährigen schließlich, die so genannten "Babyboomer", legen besonders großen Wert auf Gesundheit als Garant für ein aktives und selbstbestimmtes Leben. Ökologisch produzierte Produkte erhalten unter diesem Askept eine große Bedeutung. So stimmen 77 Prozent dieser Altersgruppe der Aussage zu: "Bio-Produkte sind gut für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden. Ich tue damit mir und meiner Gesundheit etwas Gutes." Das Preis-Leistungsverhältnis erhält im Kontext der aktuellen Wertediskussion eine neue Bedeutung: Der Preis bleibt wichtig, ist aber nicht länger allein entscheidend.


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