Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2016

17. November 2017

Unter dem Titel "VERNETZT PLANEN. NACHHALTIG WIRKEN" dokumentiert der Bericht neben den Anstrengungen in drei Schwerpunktprojekten die Ergebnisse des Handelns der Unternehmensgruppe in den Handlungsfeldern der ökonomischen, ökologischen, sozialen sowie der Produkt-Verantwortung.

Bild: Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt

Demnach sind seit 1990 mehr als 29.000 Wohnungen modernisiert worden, also etwas mehr als die Hälfte des Bestands, der 1990 oder früher gebaut wurde. Seit 2013 wurde der Anteil der Vollmodernisierungen im Bestand sogar um mehr als 130 Prozent gesteigert. Außerdem kooperiert die Unternehmensgruppe in Frankfurt und Darmstadt mit Car-Sharing-Anbietern, um dieses Angebot für Mieter interessant zu machen. Auch die E-Mobilität soll in den nächsten Jahren systematisch gefördert werden. Zum Beispiel sollen bei Sanierungsmaßnahmen im Quartier Stromzapfsäulen ohne großen Aufwand installiert werden können. Zur Förderung der Artenvielfalt werden in den eigenen Freiflächen Blühstreifen angelegt, damit Insekten genügend Nahrung finden. Projekte wie die „Essbare Siedlung“ in Niederrad werde man auf andere Quartiere ausweiten und auch dem Nachwuchs versuchen, schmackhaft zu machen. In Kassel zum Beispiel ist vor kurzem ein Gartenprojekt gestartet, bei dem Kinder spielerisch den Um-gang mit der Natur lernen, aber auch ihr eigenes Obst und Gemüse säen, ernten und essen. Im Jahr 2016 wurden zudem 131 Nisthilfen angelegt. Auch das stehe in Einklang mit der Biodiversitätsstrategie des Landes, zu der man sich ebenfalls öffentlich verpflichtet habe, ergänzte Hain.

Als „Herzstück unserer Nachhaltigkeitsstrategie“ bezeichnet Dr. Constantin Westphal, der für die Immobilienbewirtschaftung, Akquisition und Projektentwicklung zuständige Geschäftsführer, die energetische und soziale Quartiersentwicklung. „Wir möchten für das Gesamtquartier eine gute Energiebilanz statt technischer Höchstleistungen bei Einzelgebäuden erreichen und dabei unsere Mieter mitnehmen.“ Orientierungshilfe sei der im Haus entwickelte, ressort- und bereichsübergreifende operative Leitfaden. Zu den Pilotquartieren mit ihren knapp 1.500 Wohnungen in Frankfurt-Niederrad, Kelsterbach, Langen und Fulda kamen 2016 vier weitere Schwerpunkt-Quartiere mit weiteren etwa 1.000 Wohnungen dazu: Frankfurt-Fechenheim, Kassel-Niederzwehren, Dreieich und Darmstadt. „In diese acht Quartiere haben wir 2016 etwa elf Millionen Euro in-vestiert“, betonte Westphal. „Ziel ist es, die richtige Balance zwischen energetischer Optimierung für den Klimaschutz, sozialer Verantwortung durch bezahlbare Mieten und der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit zu finden.“

Der Nachhaltigkeitsbericht 2016 folgt erneut den internationalen Anforderungen nach der Global Reporting Initiative (GRI), dem branchenspezifischen Standard des GdW und berücksichtigt die Anforderungen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt ist Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.