Bundesregierung zeichnet Unternehmen mit dem CSR-Preis aus

25. Januar 2017

Die Gewinner des CSR-Preises der Bundesregierung stehen fest. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Berliner Humboldt Carré hat die Bundesregierung sozial und ökologisch nachhaltig wirtschaftende Unternehmen ausgezeichnet. Vor der Preisverleihung fand der siebte CSR-Praxistag von UPJ und econsense statt.

Bild: Maelsa/BMAS

Der CSR-Preis ging an die Grohe AG (Kategorie der Unternehmen ab 1.000 Beschäftigte), die Rapunzel Naturkost GmbH (Unternehmen von 250 bis 999 Beschäftigte) und die Gundlach Bau- und Immobilien GmbH & Co. KG (Unternehmen bis 249 Mitarbeiter). Zudem wurde die Weleda AG mit dem Sonderpreis "Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement" ausgezeichnet. Den Sonderpreis "Betriebliche Integration von geflüchteten Menschen" erhielten in diesem Jahr sechs Unternehmen, die stellvertretend für viele andere engagierte Unternehmen stehen.

  • Bayerische Blumenzentrale (Vaterstetten/Parsdorf)
  • boeba Montagen- und Aluminium-Bau GmbH (Berlin)
  • ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG (Senden)
  • Milchviehbetrieb Wolters/Bauernkäserei Wolters GmbH (Uckerland)
  • mevanta Pflegegesellschaft mbH (Berlin)
  • Schmauder & Rau GmbH (Kirchheim/Teck)

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, gratulierte als Schirmherrin allen Preisträgern: "Nicht nur innerhalb der deutschen Werkstore, sondern überall auf der Welt müssen Menschenrechte und vereinbarte Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards gelten. Die Preisträger haben gezeigt, dass es möglich ist, soziale Verantwortung und unternehmerischen Erfolg zu verbinden. Sie haben sich getraut, in die Zukunft zu schauen und für ihre Beschäftigten, für die Menschen, die in anderen Ländern für sie arbeiten, für die Umwelt und für ihre Kunden Verantwortung zu übernehmen. Dafür gebührt ihnen unser Dank und unsere Anerkennung."

Mit dem CSR-Preis zeichnet die Bundesregierung seit 2013 herausragende Beispiele gesellschaftlicher Verantwortung und verantwortungsvoller Unternehmensführung aus, um somit weitere Anreize für Unternehmen zu schaffen, das eigene Wirtschaften nachhaltig auszurichten. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die vorbildlich faire Geschäftspraktiken und eine mitarbeiterorientierte Personalpolitik umsetzen, natürliche Ressourcen sparsam nutzen, Klima und Umwelt schützen, sich vor Ort engagieren, Verantwortung auch in der Lieferkette übernehmen und besonderes Engagement bei der Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt zeigen.

Besonderer Wert wird bei der Methodik des Preises auf die Einbettung von verantwortungsvollem Handeln in die Gesamtstrategie eines Unternehmens gelegt. Unternehmen müssen deshalb in ihrer Bewerbung (Management-Befragung) umfassende Angaben zu den fünf Aktionsfeldern "Unternehmensführung", "Markt", "Arbeitsplatz", "Umwelt" und "Gemeinwesen" machen. Großes Augenmerk gilt der Frage, wie wirkungsvoll CSR-Strategien und -Maßnahmen sind. Auch die anschließende Befragung der Stakeholder spielt bei der Auswertung und Entscheidung über die Preisträger eine zentrale Rolle.

Im Vorfeld der feierlichen Preisverleihung fand ein CSR-Praxistag für kleinere und mittlere Unternehmen statt. Dort tauschten sich ca. 200 Unternehmerinnen und Unternehmer zu den Themen verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement und CSR-Berichterstattung aus. Viele gute Beispiele aus kleinen und großen Unternehmen boten den Gästen eine Lernplattform und gaben konkrete Einblicke beispielsweise in die Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen durch den Einkauf sowie in die Berichterstattung über soziale und ökologische Auswirkungen entlang der Lieferkette. Der CSR-Praxistag wurde organisiert von UPJ und econsense.


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Weitere Informationen zum CSR-Preis und den Preisträgern

Die Dokumentation des CSR-Praxistages steht in Kürze unter www.csr-praxistage.de zur Verfügung