Good Company Ranking – so nachhaltig sind DAX-Unternehmen

13. Oktober 2016

Die DAX30-Unternehmen könnten noch wesentlich nachhaltiger werden. Das ist die zentrale Erkenntnis des Good Company Ranking 2016 von Kirchhoff Consult. Die 30 größten börsennotierten Gesellschaften der Bundesrepublik erhielten darin für ihre Nachhaltigkeitsleistung im Durchschnitt nur 61,5 von 100 Punkten.

Die höchsten Bewertungen erhielten Daimler (73,0), Bayer (71,9), SAP (71,8) Allianz (69,4), BASF (68,0) und BMW (67,9). Die niedrigsten Bewertungen erhielten RWE (54,3), ThyssenKrupp (53,9), Fresenius Medical Care (51,8), Fresenius (48,9) und Vonovia (45,2).

„In unserer diesjährigen Jubiläumsausgabe haben wir unser Augenmerk auf die besondere Rolle und Verantwortung der deutschen Wirtschaft bei der Umsetzung einer nachhaltigen Unternehmensführung gelegt,“ sagt Klaus Rainer Kirchhoff, Initiator der seit 2005 zum fünften Mal erscheinenden Studie und Vorstandsvorsitzender von Kirchhoff Consult.

Für das Good Company Ranking 2016 wurde die Nachhaltigkeitsleistung aller DAX30-Unternehmen auf Basis der Daten des Geschäftsjahres 2015 bewertet. Sie umfasste neben den gleichgewichteten Kategorien Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeiter auch den Bereich Financial Integrity, der als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Wirtschaften mit einer doppelten Gewichtung in das Gesamtranking einfloss.

In den einzelnen Bewertungskategorien überzeugen Daimler (Gesellschaft, Umwelt) sowie Allianz (Financial Integrity) und E.ON (Mitarbeiter) am stärksten. In der Kategorie Mitarbeiter fällt allerdings erneut das allgemein niedrige Bewertungsniveau auf. So erhielt Spitzenreiter E.ON lediglich 13,6 von 20 Punkten. Das zeigt, dass die DAX-Unternehmen im Umgang mit ihrer wichtigsten Ressource immer noch großen Aufholbedarf haben. „Fast alle DAX-Mitglieder haben sich mittlerweile die Themen Diversity, Inklusion und Frauenförderung auf ihre Fahnen geschrieben. Doch wenn es darum geht, ein echtes Normen- und Wertesystem für die Belegschaft zu entwickeln oder ihre Personalarbeit mit belastbaren Zahlen zu untermauern, üben sie sich in unverbindlicher Zurückhaltung und verstecken sich hinter vagen Formulierungen. Wir bleiben daher gespannt, ob in künftigen Rankings das Thema endlich wesentlich strukturierter und systematischer angegangen wird“, so Klaus Rainer Kirchhoff.

BASF, BMW und SAP sind Mitglieder im UPJ-Unternehmensnetzwerk.


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