BDKJ und Siemens gemeinsam für das Albert Schweizer Familienwerk

30. Mai 2005

Beim diesjährigen Team-Einsatz der Siemens Management Consulting SMC am 13. Mai 2005 stellten die 190 Unternehmensberater mit der Unterstützung des BDKJ ein neues Kinderhaus für das Albert-Schweizer-Familienwerk Bayern e.V. in Neubeuern bei Rosenheim fertig.

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend Mainz) Referats Jugendverbände und Unternehmen / UPJ Servicebüro Rheinland-Pfalz mit der Siemens Management Consulting beim Bau des tschechischen Sommercamps für ein Kinderheim und des Hochseilgartens in Bamberg, waren nun auch beim Dritten Projekt alle Beteiligten mit Begeisterung dabei.

Das Kinderhaus Kerb, das im Juni eröffnet werden soll, wird das neue zu Hause für sechs Kinder und Jugendliche mit sexuellem Missbrauch, massiver Vernachlässigung und Gewalterfahrung sein. Teilen werden sich die Kinder das Dach mit der Familie Halle-Krahl, die mit ihren zwei eigenen Kindern schon am Abend des 13. Mai in das Haus eingezogen ist. Die beiden qualifizierten Mitarbeitern des Albert-Schweizer-Familienwerks haben sich die Betreuung der Kinder zur Lebensaufgabe gemacht.

Doch bevor das gemeinsame Leben im neuen Kinderhaus beginnen konnte, hatten die 190 SiemensmanagerInnen der SMC einiges zu tun um den Rohbau wohnlich zu machen. Bei strahlendem Sonnenschein wurde Parkett verlegt, Möbel gebaut und Vorhänge genäht, die Außenholzverschalung des Hauses angebracht. Darüber hinaus wurde ein Pferdestall und ein Carport gebaut sowie das Außengelände mit Zäunen, Pflanzen und Spielgeräten gestaltet. All diese Arbeiten wurden von den Ehrenamtlichen des BDKJ: Stephan Rittgen, Sebastian Franzreb, Markus Hinterberger und Christian Specht unter Mitarbeit von Daniela Schlosser und Antje Pöttgen (Referat Jugendverbände und Unternehmen / UPJ Servicebüro Rheinlnad-Pfalz) mit detailgetreuen Bauanleitungen versehen und vorbereitet. Diese Arbeitsanweisungen stellte das Vorbereitungsteam vom BDKJ den SMC- MitarbeiterInnen am Donnerstag Nachmittag mit heißen Wangen vor. Gemeinsam wurde die Vorgehensweise für den nächsten Tag geplant.

Bis Donnerstag Abend 23.00 Uhr hatte das BDKJ-Organisationsteam dafür gesorgt, dass jede Managerin und jeder Manager wusste was er/sie zu tun hat, sämtliche Materialien an ihrem Platz lagen und auch der letzte Zollstock in die richtige Werkzeugkiste einsortiert und auf endlosen Listen registriert war. Unter der Leitung von Albrecht Wild, dem Kaufmännischen Leiter der Siemens Management Consulting und UPJ-Botschafter, wurde am Freitag von 9.00 bis 20.00 Uhr geschraubt, gesägt, gehämmert.

Einige SMC-MitarbeiterInnen ließen es sich nicht nehmen am Abend auch noch die Umzugskisten der Hauseltern in deren neues Hause zu tragen. Wenn auch nicht alle Arbeiten beendet werden konnten, so ist man doch mit vereinten Kräften einen riesigen Schritt weiter gekommen. Die Restarbeiten werden von den ansässigen Handwerkern zu Ende geführt. Zu Recht klang der Tag mit einer Feier im großen Festzelt aus, wo alle Beteiligten gewürdigt wurden. Die im Vorfeld doch sehr skeptischen Handwerker, die mit Rat und Tat zur Seite standen, waren am Abend überrascht was alles geschafft wurde. Darauf, denke ich, können alle Mitarbeiter/Innen sehr stolz sein.

Text: Antje Pöttgen