UPJ-Botschafter Tom Sommerlatte erhält Bundesverdienstkreuz

02. Juni 2005

Als Auszeichnung für sein vorbildliches ehrenamtliches Engagement im Sozial-, Jugend- und Kulturbereich hat der Universitätsprofessor und Chairman der Arthur D. Little Unternehmensberatung, Prof. Dr. Tom Sommerlatte, durch den Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht bekommen.

"Seit vielen Jahren plädiert Prof. Dr. Sommerlatte für mehr bürgerschaftliches Engagement der Unternehmen." Besonders hob der Staatssekretär das Engagement von Tom Sommerlatte für die UPJ-Bundesinitiative und das UPJ-Servicebüro in Wiesbaden hervor.

In der Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei heißt es weiter: "Prof. Dr. Sommerlatte, geboren am 24. März 1938, studierte nach seinem Abitur Chemie und Verfahrenstechnik. Er promovierte 1968 zum Dr. Ing. an der Université de Paris; danach folgte ein Aufbaustudium in Betriebswirtschaftslehre am Europäischen Institut für Unternehmensführung (INSEAD) in Fontainebleau, wo er 1970 den Grad des Master of Business Administration erwarb. Ab 1970 war er in verschiedenen Spitzenpositionen der Unternehmensberatungsfirma Arthur D. Little tätig, zuletzt als Chairman und im Beirat. An der Universität Kassel ist Prof. Dr. Sommerlatte darüber hinaus Honorarprofessor für Systemforschung. Zu seinen Veröffentlichungen gehört das in Amerika zum Bestseller avancierte „The Innovation Premium“, in dem er ein Modell erfolgreichen Innovationsmanagements beispielhaft vorstellt. Nicht nur dieses Werk hat ihm den Ruf als „Innovationspapst“ eingetragen.

Sommerlatte engagierte sich beispielsweise mit seiner Unternehmensberatung bei der Initiative „Unternehmen: Partner der Jugend“, die vom Bundesfamilienministerium unterstützt wurde und Unternehmen ermutigt, soziale Verantwortung zu übernehmen. Als das Projekt 1998 anlief, stellte seine Unternehmensberatung ihr Know-how kostenlos zur Verfügung. Ziel war, Unternehmen für Jugendprojekte zu interessieren und beide Welten zusammenzubringen. Wiesbaden war unter den ersten Städten, die teilnahmen: Inzwischen gibt es hier 52 Firmen, die Partnerschaften zu Jugendeinrichtungen pflegen.

Firmenmitarbeiter sollen dabei fern von Profit und Statusdenken bei den Projekten ihre soziale Kompetenz schulen. Umgekehrt sollen sozial Benachteiligte unterstützt werden. Aus der sehr erfolgreichen Aktion „Unternehmen Partner der Jugend“ sind inzwischen viele andere Initiativen entstanden. Prof. Sommerlatte ist außerdem Schirmherr der Aktion „Zwerg Nase“, bei der es um den Bau eines Kinderhauses für schwerstbehinderte Kinder und deren Eltern in unmittelbarer Nähe zur Kinderklinik der Dr. Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden geht."