Topmanager der Zukunft fordern von Arbeitgebern soziales Engagement

19. April 2005

Angehende Führungskräfte aus aller Welt halten es für notwendig, sich für humanitäre Ziele einzusetzen. Dies ergab eine Studie des Forschungsinstituts Trendbox, die der Mail-, Express- und Logistikkonzern TNT auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt hat.

Die Studie 'Voice of the Next Generation' zeigt, dass die jungen Menschen um die Geschehnisse auf der Welt und den Fortbestand der Menschheit besorgt sind. An der Befragung hatten sich mehr als 1.300 zukünftige internationale Führungskräfte beteiligt. Die Topmanager der Zukunft glauben – viel eher als derzeitige Unternehmenslenker – dass Kriege und Konflikte (20%), Terrorismus (15%), Umweltkatastrophen (11%), Wirtschaftskrisen (6%), ungleiche Lebensbedingungen (6%) und Hunger (5%) eine Bedrohung für die Welt darstellen. Als eine der wichtigsten Aufgaben für die kommenden Jahre sehen sie die erfolgreiche Bekämpfung von Armut und Hunger an.

Die Antworten der deutschen Befragten wichen teilweise deutlich von denen der Interviewten aus anderen Ländern ab. So stellt der Klimawandel (47%) für die Deutschen ein noch größeres Problem dar als Terrorismus (44%), Kriege und Konflikte (36%). Zudem geht für die jungen Deutschen besonders viel Gefahr aus von religiösem Fanatismus, Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit und der Globalisierung. Themen wie Moralverfall, Kriminalität und Gewalt bereiten den deutschen Befragten dahingegen nicht so viel Sorge wie anderen Nationen.

Die weltweit durchgeführte Studie zeigte auch, dass Unternehmen die kommende Generation davon überzeugen müssen, sich für humanitäre Ziele einzusetzen. Die jungen Menschen zeigten sich skeptisch, ob Unternehmen tatsächlich dazu beitragen wollen, die globalen Probleme zu lösen. Zudem kam bei der Studie heraus, dass hochqualifizierte Mitarbeiter heutzutage nur für Unternehmen arbeiten wollen, die für bestimmte Werte stehen und sich mit der nachhaltigen Entwicklung ihres Konzerns beschäftigen.

Quelle: Meldung von TNT Express bei Pressrelations.de