Ranking der Nachhaltigkeitsberichte vorgestellt: BMW Group und Lebensbaum beste Unternehmen

26. September 2016

Transparenz herzustellen zu Menschenrechts-, Arbeits-, Sozial- und Umweltbelangen gewinnt in der Wirtschaft an Bedeutung. Doch wie viel Substanz steckt in den Nachhaltigkeitsberichten, die Unternehmen veröffentlichen? Am 23. September wurden die Ergebnisse des diesjährigen Rankings vorgestellt.

Foto: Gordon Welters / IÖW

Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützte, unabhängige Ranking der Nachhaltigkeitsberichte, das vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und  future in Berlin vorgestellt wurde, zeigt zwar, dass sich immer mehr Unternehmen um Nachhaltigkeit und Transparenz bemühen. Doch insbesondere die Bedingungen, unter denen zugelieferte Rohstoffe gefördert oder Vorprodukte hergestellt werden, liegen oft noch im Dunkeln. Unter den knapp 120 analysierten Nachhaltigkeitsberichten deutscher Unternehmen gibt es allerdings Vorreiter: Jeweils drei Großunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wurden für ihre vorbildhafte Transparenz ausgezeichnet.

Die besten Nachhaltigkeitsberichte aus der Gruppe der 150 größten deutschen Unternehmen veröffentlichen BMW, Miele und die KfW-Bankengruppe. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen wurden der Biopionier Lebensbaum, der Outdoor-Ausrüster Vaude sowie der Beton- und Natursteinhersteller Rinn ausgezeichnet. Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, hob die Bedeutung guter CSR-Berichterstattung für nachhaltiges unternehmerisches Handeln hervor: „Wenn Unternehmensführung und Mitarbeiter in den Berichtsprozess eingebunden sind, dann steigert dies das Bewusstsein im gesamten Unternehmen für Nachhaltigkeit als wichtiges Zukunftsthema und fördert Innovationen. Eingefahrene Abläufe werden hinterfragt und die sozialen und ökologischen Auswirkungen betrachtet, auch solche in den Lieferketten.“

Neben der BMW Group auf Platz 1 erzielten aus dem UPJ-Netzwerk zudem die Commerzbank  (4.), die Hypovereinsbank (16.), ERGO (22.) und BASF (33.) im Spitzenfeld.

Unter denjenigen Unternehmen, die ihre Lieferketten bereits ausführlich durchleuchten, befinden sich der Versandhändler Otto und die Sportartikelhersteller Adidas und Puma. „In unserer Analyse haben diese Unternehmen bei den Kriterien, die wir an eine transparente Darstellung der Lieferkette anlegen, besonders gut abgeschnitten“, kommentiert Udo Westermann von future. „Solche Bemühungen lohnen sich mehrfach: Verbraucher können umfassend informiert werden, wie ein Produkt entstanden ist. Und das Unternehmen schützt sich vor möglichen schlechten Schlagzeilen, die durch einen Skandal bei einem Zulieferer entstehen können.“


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Ausführliche Informationen zur Methodik und den Ergebnissen des Rankings der Nachhaltigkeitsberichte als Download im Ergebnisbericht