Stiftung Warentest testet ökologische und soziale Verantwortung von Herstellern von Funktionsjacken

05. Dezember 2004

Zum ersten Mal hat die STIFTUNG WARENTEST bei einer Untersuchung von Funktionsjacken auch ermittelt, ob die Anbieter ihre Verantwortung für ihre Zulieferer wahrnehmen und sich dem Umweltschutz verpflichtet fühlen. Denn keiner der Anbieter im Test produziert noch selbst.

Überraschendes Ergebnis, so Warentest: Bei einer der heikelsten Fragen, den Arbeitsbedingungen der Textilarbeiterinnen in den Niedriglohnländern, besitzen viele Anbieter soziale Mindeststandards für die Zulieferer. Bei deren Umsetzung gibt es aber deutliche Unterschiede. Hier hebt sich Karstadt hervor, das mit anderen Unternehmen gemeinsame Standards aufstellt und deren Einhaltung auch überwacht.

Ein schwaches Bild bieten nach Ansicht von Warentest die Anbieter in Sachen Umwelt: keiner hat ein Programm, um Umweltbelastungen bei der Textilherstellung zu minmieren. Erfreulich sei dagegen, was manche Hersteller für ihre Beschäftigten am Firmensitz tun.

Zwölf Unternehmen beteiligten sich an der Untersuchung, bei der die Stiftung auf die Kooperation der Anbieter angewiesen ist. Zwei Firmen wollten keine Auskunft geben. Ausführliche Informationen zu Funktionsjacken finden sich in der Dezember-Ausgabe von test.