HVB veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2015: Bedarf an nachhaltigen Geldanlagen steigt

18. Juli 2016

Kunden der HypoVereinsbank investierten im vergangenen Jahr deutlich stärker in nachhaltige und ökologische Geldanlagen. Das zeigt der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht der Bank. Unternehmens- und institutionelle Kunden setzen vermehrt auf Green Bonds sowie auf klimaschutzrelevante Investitionen, während im Privatkundensegment nachhaltige Mandatslösungen eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Foto: HVB

Der gestiegene Bedarf an nachhaltigen Geldanlagen bei HypoVereinsbank-Kunden bestätigt einen Trend: Laut Marktbericht des Fachverbands Forum Nachhaltige Geldanlagen vom Mai 2016 für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist der nachhaltige Anlagemarkt gegenüber dem Vorjahr um 65 Prozent gewachsen.

"Gerade in einem von anhaltenden Niedrigzinsen und einer hohen Volatilität geprägten Marktumfeld suchen Anleger nach alternativen Geldanlagen, die langfristig Renditemöglichkeiten bieten", sagt Stefan Löbbert, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement der HypoVereinsbank. "Auch für den unternehmerischen Erfolg wird nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften immer wichtiger. Über Finanzprodukte und -dienstleistungen hinaus wollen wir als Bank durch nachhaltiges Agieren unserer gesellschaftlichen Rolle gerecht werden."

Privatkunden haben verstärkt in aktiv verwaltete Mischfonds mit Nachhaltigkeitsaspekten investiert. Auch im Private Banking & Wealth Management, vor allem im Stiftungsmanagement, nutzen immer mehr Kunden die Möglichkeit die Wertpapierauswahl in der Vermögensverwaltung nachhaltig zu gestalten. Insgesamt stieg das Volumen an nachhaltigen Geldanlagen im Privatkundensegment im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel auf 2 Mrd. Euro.

Für institutionelle Anleger bieten Green Bonds, sogenannte "grüne Anleihen", eine Möglichkeit, Umwelt- und Klimaschutz zu fördern: Rund 9,5 Mrd. Euro beträgt das Volumen der Green Bonds, die die HypoVereinsbank seit 2007 mit weiteren Partnern platziert hat. Im April 2015 begleitete die HypoVereinsbank die Begebung des ersten Grünen Pfandbriefs der Berlin Hyp. Damit wurden europaweit 17 nach strengen Nachhaltigkeitskriterien erbaute oder sanierte Gebäude finanziert und refinanziert.

Beim energetischen Bauen und Sanieren unterstützt die HypoVereinsbank ihre Kunden vor allem durch die Zusammenarbeit mit der bundeseigenen Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). 2015 hat die Bank KfW-Kredite für klimaschutzrelevante Investitionen in Höhe von 165 Mio. Euro an private Immobilienbesitzer ausgereicht. Bedingt durch das niedrige Zinsniveau konnten die Neuausreichungen im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent gesteigert werden.

Neben klimaschutzrelevanten Finanzierungen, wurden im Jahr 2015 weitere rund 3.500 Förderkredite mit einem Volumen von 2 Mrd. Euro zugesagt. Davon konnten Gründungs- und Wachstumsfinanzierungen in Höhe von 259 Mio. Euro ermöglicht und das Volumen innerhalb von drei Jahren deutlich erhöht (2013: 158 Mio. Euro) werden. Für die KfW ist die HypoVereinsbank eine der drei größten Durchleitungsbanken.

Mit einem Portfolio von aktuell über 4 Mrd. Euro ist die HypoVereinsbank europaweit weiterhin ein bedeutender Finanzierer klimafreundlicher Energien. Durch Finanzierungslösungen für neue Technologien, Windparks und Kraftwerksbauvorhaben unterstützt die Bank seit Jahren die Energiewende. Mit BARD Offshore 1 hat die HypoVereinsbank beispielsweise den größten kommerziellen Windpark in der Nordsee finanziert. Mit seinen 80 Windkraftanlagen ist der Hochsee-Windpark darauf ausgelegt, den jährlichen Strombedarf von mehr als 500.000 Haushalten abzudecken.

Als erstes und bislang einziges denkmalgeschütztes Hochhaus in Deutschland hat der HVB-Tower in München mit seiner Umwandlung zum umweltfreundlichen Green Building die LEED Platinum Zertifizierung erhalten. Damit entspricht er dem höchsten international etablierten Nachhaltigkeitsstandard. Die prognostizierte Energieeinsparung beträgt über 50 Prozent für die Heizenergie und über 25 Prozent für die Stromversorgung.

Die sozial-gesellschaftlichen Aktivitäten der HypoVereinsbank beliefen sich im Jahr 2015 auf insgesamt 6,2 Mio. Euro in den Bereichen finanzielle Bildung, soziales Engagement und Kultur. Zusätzlich leisteten HVB Mitarbeiter 44.000 ehrenamtliche Stunden in unterschiedlichen internen und externen Projekten, die mit rund 312 Tagen Sonderurlaub unterstützt wurden.

Bereits seit 2002 berichtet die HypoVereinsbank über ihre Nachhaltigkeitsleistung. Mit dem Online-Nachhaltigkeitsbericht 2015 "Inside real life. A 360° view.“ setzt das Unternehmen diesen Weg  fort und bieten einen Rundumblick über seine Tätigkeiten.

Der Bericht wurde in Übereinstimmung mit der Option "Core" der Leitlinien G4 der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt,  einschließlich der branchenspezifischen Angaben für Finanzdienstleister. Bei der Beschreibung ihrer Nachhaltigkeitsleistung orientiert sich die HypoVereinsbank an dem erweiterten Kapitalmodell gemäß Rahmenwerk des International Integrated Reporting Council (IIRC). Dieses Kapitalmodell bildet die Grundlage für eine integrierte Darstellung finanzieller und nichtfinanzieller Aspekte der Geschäftstätigkeit.

Die HypoVereinsbank ist Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.


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