startsocial-Preisträger stehen fest: Bundeskanzlerin ehrt soziale Initiativen

21. Juni 2016

Im Bundeskanzleramt wurden die Stipendiaten des 12. startsocial-Wettbewerbs ausgezeichnet. Die Preisträger engagieren sich auf vorbildliche Weise für soziale Belange.

Bild: Bundesregierung / Sandra Steins

Mit einem Wettbewerb rund um das Ehrenamt macht startsocial freiwillig Engagierte durch Beratung und Wissenstransfer stark. Von rund 400 Bewerbern hatten sich 100 soziale Initiativen im Herbst 2015 für ein Beratungsstipendium von startsocial qualifiziert. Gemeinsam mit Experten aus der Wirtschaft, dem öffentlichen Sektor und dem Non-Profit-Bereich arbeiteten sie vier Monate an der Weiterentwicklung ihrer Organisationen, Projekte und Ideen. Rund 300 ehrenamtliche Juroren wählten im Anschluss die 25 überzeugendsten Initiativen aus, die von startsocial-Schirmherrin Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Preisverleihung ins Bundeskanzleramt eingeladen wurden. Sieben Projekte wurden dort mit Geldpreisen von jeweils 5.000 EUR für ihr außerordentliches Engagement ausgezeichnet.

Die Bundeskanzlerin überreichte den Sonderpreis an HEIMATSUCHER e.V. aus Düsseldorf. HEIMATSUCHER e.V. ist ein junges "Zweitzeugenprojekt", das die Geschichten des Holocaust für die Zeitzeugen weiterträgt und im Heute thematisiert. Über persönliche Erzählungen in Schulen und Ausstellungen macht das Projekt Geschichte nachfühlbar und begreifbarer für die nachfolgenden Generationen.

Die sechs weiteren Preisträger sind:

  • Belziger Forum / Infocafé "Der Winkel" – Der Verein setzt sich gegen Rechtsextremismus ein und betreibt seit 1998 das Infocafé „Der Winkel“ als Veranstaltungsraum und interkulturelle Begegnungsstätte für Migranten und Bad Belziger Bürger.
  • Inklusion Muss Laut Sein – Das Projekt kümmert sich um Barrierefreiheit bei Kulturveranstaltungen, indem es Menschen mit Behinderungen ehrenamtliche Begleitpersonen vermittelt und den Veranstaltern beratend zur Seite steht.
  • Koblenz lernt – Die Studierendeninitiative fördert die Integration von sozial benachteiligten Kindern und Flüchtlingskindern durch besondere Betreuungs- und Bildungsangebote.
  • Mobile Retter – Über eine App lokalisiert das System bei einem Notfall medizinisch qualifizierte Ersthelfer in der Nähe. So können in den entscheidenden Minuten vor dem Eintreffen des Notarztes lebenserhaltende Sofortmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Refugee Law Clinic Munich e.V. – Der von Jurastudenten gegründete Verein bietet Flüchtlingen eine kostenlose, individuelle Rechtsberatung in ihrer Muttersprache an.
  • Start with a Friend – Das Projekt bringt geflohene Menschen mit Einheimischen zusammen, fördert Beziehungen auf Augenhöhe und unterstützt die Geflüchteten bei ihren ersten Schritten in Deutschland.

Mit der Preisverleihung geht der 12. startsocial-Wettbewerb zu Ende. Die nächste Wettbewerbsrunde läuft bereits: Bis zum 31. Mai konnten sich soziale Initiativen deutschlandweit wieder um eines der 100 Beratungsstipendien bewerben. Die neuen Stipendiaten werden im Herbst 2016 bekanntgegeben.

startsocial ist das größte (und dauerhafteste) Programm für Kompetenzspenden von Unternehmen und wird ausschließlich durch Unternehmen finanziert. UPJ unterstützt und kooperiert mit startsocial.