ZiviZ-Finanzierungsstudie 2015: Weniger Subsidiarität, mehr Wettbewerb in der Zivilgesellschaft?

01. März 2016

Wie sieht die Organisationslandschaft im Dritten Sektor aus? Wie weit ist sie zivilen Orientierungen wie freiwilligem Engagement verbunden und welche Rolle spielt der Mix von Mitgliedsbeiträgen, Spenden, selbst erwirtschafteten und öffentlichen Mitteln? Diesen Fragen widmet sich das ZiviZ-Survey von Stifterverband und Bertelsmann Stiftung, in Kooperation mit der Körber-Stiftung.

Bild: Titel der Studie

Der Dritte Sektor ist in Deutschland sehr heterogen strukturiert. Es lassen sich daher nur schwer allgemeingültige Erkentnisse zu seiner Finanzierung ableiten. Allerdings lassen sich einige Muster hinsichtlich der Organisationsgröße, der Finanzierungsquellen und weiterer Aspekte aufzeigen, die ein Grundverständnis der Organisationslandschaft ermöglichen:

  • Die Hälfte aller Organisationen verfügt über maximal 10.000 Euro Jahreseinkommen.
  • Mitgliedsbeiträge sind mit Abstand die wichtigste Einnahmequelle. Gleichzeitig wird die Rolle von Spenendeinnahmen meist unterschätzt.
  • Öffentliche Mittel spielen im Finanzierungsmix eine geringe Rolle, rund zwei Drittel der Organisationen erhält keine öffentlichen Mittel. Insbesondere Kommunen leisten jedoch oft materielle Unterstützungen (z.B. Bereitstellung von Räumen, Sachspenden und Personalleistungen).

Dr. Reinhard Lang, Geschäftsführender Vorstand UPJ, ist in der Studie mit einem Beitrag zu Corporate Citizenship vertreten.

Seit 2008 trägt ZiviZ (Zivilgesellschaft in Zahlen) systematisch zur Verbesserung der Datenlage in Deutschland bei, unter anderem durch eine Datenlandkarte des Dritten Sektors. 2012 wurde erstmals ein repräsentativer Survey über Vereine, Stiftungen, Genossenschaften und Stiftungen durchgeführt. Die nächste Erhebung ist für 2016 geplant.


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