BASF treibt die Produktion für nachhaltige, zertifizierte Palmölprodukte voran

26. Juni 2017

BASF stärkt sein Produktionsnetzwerk für die Herstellung von zertifizierten Palmprodukten: An 20 Standorten weltweit stellt das Unternehmen inzwischen auf Basis von nachhaltig zertifizierten Palmprodukten Inhaltsstoffe für die Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie her. Zu diesem Produktionsnetzwerk gehören jetzt auch die BASF-Werke Gebze (Türkei) und Dahej (Indien): Sie haben das Supply Chain Zertifikat des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) erhalten.

"Mit unseren Produktionsstandorten in der Türkei und Indien bieten wir unseren Kunden in allen Schlüsselregionen optimale Voraussetzungen, um auf zertifizierte Inhaltstoffe umzusteigen. Jetzt wird es darauf ankommen, dass wir die Marktumstellung auf nachhaltige Palmprodukte über alle Wertschöpfungsstufen hinweg zügig gemeinsam vorantreiben", sagte Jan-Peter Sander, Senior Vice President BASF Personal Care Europe. Auch in Regionen wie Südasien werde Nachhaltigkeit immer wichtiger für Hersteller und Verbraucher.

BASF ist einer der weltweit größten Hersteller von Inhaltsstoffen für Kosmetikprodukte, Wasch- und Reinigungsmittel sowie für Nahrungsmittel. Zur Herstellung dieser Produkte werden hauptsächlich Palmkernöl und dessen Derivate sowie zu einem geringeren Teil Palmöl eingesetzt. In Europa bietet die Geschäftseinheit Personal Care derzeit rund 120 Inhaltsstoffe auf Palmkernölbasis an, die nach dem RSPO-Modul "Mass Balance"- zertifiziert sind. "Durch unser breites Portfolio an RSPO-zertifizierten Inhaltsstoffen können wir unseren Kunden helfen, ihre Selbstverpflichtungen einzuhalten und sind in der Lage, die Marktentwicklung aktiv mitzugestalten", sagte Sander. Im vergangenen Jahr hat BASF seinen Absatz von zertifizierten Inhaltstoffen auf Palmkernölbasis nahezu verdoppelt. Insgesamt verarbeitete das Unternehmen 508.000 Tonnen palmbasierte Rohstoffe. Damit ist BASF einer der größten Verarbeiter von Palmprodukten weltweit.

Pro Jahr werden global 71 Millionen Tonnen Palmprodukte hergestellt. Der Anteil von Palmkernöl liegt bei zehn Prozent. Von diesen rund sieben Millionen Tonnen Palmkernöl sind derzeit nur rund 1,3 Millionen Tonnen RSPO-zertifiziert. BASF setzt sich seit Jahren dafür ein, dass nachhaltige Ölpalmprodukte für die Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie zum Industriestandard werden. Seit 2004 ist das Unternehmen Mitglied des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) und seit 2016 Mitglied der High Carbon Stock Steering Group, um die Bemühungen zum Erhalt der Wälder zu unterstützen.

"Wir haben 2016 gute Fortschritte bei der Umstellung auf zertifizierte Palm-basierte Inhaltstoffe für die Kosmetik gemacht und wir glauben, dass nachhaltig hergestelltes Palmöl möglich ist. Ein verlässliches Zertifizierungssystem und größtmögliche Transparenz sind die Schlüsselfaktoren zum Schutz von Wäldern mit hohem Kohlenstoffanteil", erklärte Jan-Peter Sander. Im April veröffentlichte BASF bei seiner zweiten Dialogveranstaltung mit Palm-Experten in London seinen ersten Palm Progress Report. Darin beschreibt das Unternehmen die Marktentwicklungen und seine Fortschritte bei der Umsetzung des BASF-Palmöl-Engagements. Als Partner des diesjährigen RSPO European Roundtable setzt BASF den Dialog fort. Bei dem Treffen der europäischen Lieferanten, Verarbeiter und Produzenten von Palmprodukten aus ganz Europa engagiert sich BASF im Austausch mit allen Vertretern der Lieferkette und arbeitet mit an neuen Ansätzen für Projekte mit Kleinbauern und lokalen Gemeinschaften.

BASF ist Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.