Sustainable Finance Initiative gestartet

30. Mai 2017

Die Deutsche Börse AG hat gemeinsam mit wichtigen Akteuren des Finanzplatzes Frankfurt die Nachhaltigkeitsinitiative "Accelerating Sustainable Finance" gestartet. Mit der "Frankfurter Erklärung" unterzeichneten knapp 40 Banken, Unternehmen, Hochschulen und Nichtregierungsorganisationen eine gemeinsame Absichtserklärung zur Schaffung nachhaltiger Infrastrukturen in der Finanzwirtschaft. Die Commerzbank und die ING-DiBa gehören zu den Unterzeichnern.

Bild: Deutsche Börse AG

Ausgangspunkt der Sustainable Finance Initiative ist die Überzeugung, dass aktuelle globale Herausforderungen - wie beispielsweise der Klimawandel oder auch die fortschreitende Digitalisierung - einen innovativen und lösungsorientierten Umgang fordern. Hierfür ist eine Transformation hin zu einem nachhaltigeren Finanzsystem weltweit von großer Bedeutung. Die Akteure der Frankfurter Nachhaltigkeitsinitiative setzen sich zum Ziel, auf Basis der eigenen Kerngeschäfte aktiv an der Umsetzung nachhaltiger Meilensteine, wie den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, der Realisierung des Weltklimaabkommens oder auch an der Ausgestaltung des Green Finance Fokus der deutschen G20-Präsidentschaft mitzuarbeiten.

Mit der "Frankfurter Erklärung" bezeugen die Akteure ihre Absicht, Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Finanzwirtschaft zu definieren und diesbezüglich verschiedene Initiativen am Finanzplatz Frankfurt anzustoßen. Dazu zählt die Identifikation innovativer Geschäftsfelder sowie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken. Auf diese Weise soll eine ganzheitliche Mobilisierung nachhaltiger Finanzmarktinfrastrukturen gefördert werden, um die positive Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft bei unbedingtem Schutz der natürlichen Lebensgrundlage zu unterstützen.

"Diese Initiative und Konferenz in Frankfurt ist ein starkes und willkommenes Signal für einen wichtigen, beginnenden Bewusstseinswandel. Im Finanzsektor wird zunehmend erkannt, dass Green Finance nicht nur ein exotischer Nischenmarkt ist. Vielmehr können Klimawandel und Nachhaltigkeitsfragen auch Auswirkungen auf Risiko und Ertrag von Finanzanlagen habe. Solche Risiken in Zukunft zu erkennen, zu bewerten und zu managen muss integraler Bestandteil der laufenden Geschäftspraxis von Finanzunternehmen werden", sagte Dr. Michael Meister, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen.

Die Konferenz soll als festes Format am Finanzplatz Frankfurt etabliert werden. Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung werden konkrete Inhalte und Projekte in individuellen Arbeitsgruppen ausgearbeitet. Die Folgekonferenz mit allen Teilnehmern ist für das erste Quartal 2018 geplant.

Die Commerzbank und die ING-DiBa sind Mitglieder im UPJ-Unternehmensnetzwerk.