Wie kann man über die Sustainable Development Goals berichten?

05. März 2018

Die Studie von KPMG analysiert den Status und Reifegrad der SDG-Berichterstattung der 250 größten Unternehmen weltweit (G250) anhand von neun Qualitätskriterien aus den Bereichen Verständnis, Priorisierung und Quantifizierung. Die Studie stellt zudem dar, was eine gute Berichterstattung ausmacht. Die Ergebnisse sollen die Leser bei der SDG-Berichterstattung ihrer eigenen Organisation unterstützen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

Verständnis
Vier von zehn (40 Prozent) der G250 berücksichtigen die SDGs in ihrer Unternehmensberichterstattung. Drei Viertel dieser Unternehmen, bewerten die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Ziele. Allerdings berichten die meisten der in der Studie untersuchten Unternehmen lediglich über die positiven nicht aber über die negativen Auswirkungen. Die Zahl der Unternehmen, die in ihrer Berichterstattung den betriebswirtschaftlichen Nutzen für das Ergreifen von Maßnahmen zur Erreichung der SGDs aufzeigen, ist mit 8 Prozent derzeit sehr gering. Vier von zehn Unternehmen, die über die SDGs berichten, haben die SDGs als Teil des Vorworts der Geschäftsführung integriert.

Priorisierung
84 Prozent der Unternehmen, die zu den SDGs berichten, identifizieren diejenigen SDGs, welche sie für ihren jeweiligen Unternehmenskontext am relevantesten halten. 54 Prozent erklären die Methodik mit der das Unternehmen die SDGs priorisiert hat. Die SDGs, die von führenden Unternehmen am häufigsten priorisiert werden, sind Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG13), Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG8) und Gesundheit und Wohlergehen (SDG3). Die SDGs mit der geringsten Priorität sind Leben an Land (SDG15), Kein Hunger (SDG2) und Leben unter Wasser (SDG14). Nur 20 Prozent der G250-Unternehmen berichten über eines der 169 Unterziele.

Quantifizierung
35 Prozent berichten über SDG-bezogene Ziele. Davon berichten 24 Prozent auch über die Indikatoren, anhand derer der Fortschritt der SDG-Aktivitäten gemessen wird. Nur zehn Prozent der G250-Unternehmen haben allerdings spezifische und messbare (SMART) Performance Ziele in Bezug auf die SDGs festgelegt.

Die Analyse basierte auf einer Überprüfung der öffentlichen Berichterstattung in Jahresabschlüssen, auf Websites, in Nachhaltigkeits- und Corporate Responsibility Berichten sowie in eigenständigen SDG-Berichten, die zwischen dem 1. Juli 2016 und dem 30. Juni 2017 veröffentlicht wurden.

KPMG ist Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.