„Ja zur CSR-Berichtspflicht“ - Studie ermittelt Zustimmung bei Unternehmen

09. Mai 2018

In diesem Jahr wird im Ranking der Nachhaltigkeitsberichte 2018 zum zehnten Mal untersucht, welche Unternehmen am besten Rechenschaft über ihre soziale und ökologische Verantwortung ablegen. Eine jetzt im Vorfeld veröffentlichte Studie beleuchtet Formen, Themen und Umsetzungsfragen der Berichterstattung und zeigt ein Stimmungsbild zur neuen CSR-Berichtspflicht auf.

Bild: IÖW/future

Der Fokus der Unternehmensberichterstattung ändert sich aktuell in vielen Betrieben. Seit diesem Jahr sind bestimmte große kapitalmarktorientierte Unternehmen erstmals dazu verpflichtet, auch über nichtfinanzielle Aspekte zu informieren – etwa über Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz oder zur Beachtung von Menschenrechten bei Zulieferfirmen. Eine Unternehmensbefragung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und von Future zeigt nun, dass die CSR-Berichtspflicht zu wirken beginnt. 57 von 100 befragten Unternehmen gaben an, dass sie sich nun systematischer als zuvor mit Nachhaltigkeitsrisiken ihrer Geschäftstäti

gkeit auseinandersetzen.„Immer mehr Unternehmen stellen sich darauf ein, dass Transparenz in Sachen Umwelt- und Sozialbelangen zu den Standards guter Unternehmenskommunikation gehört“, erläutert Projektleiter Christian Lautermann vom IÖW die Ergebnisse. Während viele Unternehmen eine verpflichtende CSR-Berichterstattung in der Vergangenheit eher ablehnten, stehen nun etwa 80 Prozent der befragten Unternehmen der CSR-Berichtspflicht positiv gegenüber. „Indem sie sich nun auch qua Gesetz mit Nachhaltigkeitsthemen und -risiken auseinandersetzen, entdecken Unternehmen zunehmend deren Relevanz für die eigene geschäftliche Entwicklung“, erläutert Lautermann.

Zusammen mit der Studie wurden zudem neue Kriteriensets für das Ranking der Nachhaltigkeitsberichte bereitgestellt. Das Ranking wird vom Bundesarbeitsministerium gefördert und findet in zwei getrennten Wettbewerben statt: Im Ranking für Großunternehmen werden die Berichte der 100 größten deutschen Unternehmen geprüft. In das Ranking für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden Berichte von Unternehmen einbezogen, die nicht mehr als 5000 Mitarbeitenden oder nicht mehr als 500 Millionen Euro Jahresumsatz haben.

Die Teilnahmebedingungen für das Ranking und die Bewertungskritierien stehen online unter www.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de zur Verfügung. Einreichungsfrist für die Berichte von Großunternehmen ist der 30. Juni 2018, KMU können sich bis zum 31. Juli 2018 um eine Teilnahme bewerben.


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