Die startsocial-Preisträger stehen fest: Bundeskanzlerin ehrt soziale Initiativen für herausragendes Engagement

23. Juni 2018

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 20. Juni 25 herausragende soziale Initiativen im Rahmen des 14. startsocial-Wettbewerbs im Bundeskanzleramt geehrt. Sieben der Initiativen wurden für ihr Engagement mit einem Geldpreis ausgezeichnet. Der Sonderpreis der Bundeskanzlerin ging in diesem Jahr an Wolfsträne e.V. aus Leipzig.

Bild: startsocial e.V./Thomas Effinger

startsocial fördert ehrenamtliche soziale Initiativen seit 2001 mit einem bundesweiten Wettbewerb. Von rund 300 Bewerbern hatten sich 100 soziale Initiativen im Herbst 2017 für ein Beratungsstipendium von startsocial qualifiziert. Gemeinsam mit erfahrenen Fach- und Führungskräften arbeiteten sie vier Monate an der Weiterentwicklung ihrer Organisationen, Projekte und Ideen. Die 25 überzeugendsten Initiativen wurden von der startsocial-Schirmherrin Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Preisverleihung ins Bundeskanzleramt eingeladen. Sieben von ihnen wurden dort mit Geldpreisen von jeweils 5.000 Euro für ihr vorbildliches Engagement ausgezeichnet.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel dankte den Initiativen der startsocial-Bundesauswahl stellvertretend für alle ehrenamtlich Engagierten in Deutschland. Sie hob deren Einsatz für das Miteinander in der Gesellschaft hervor: „Sie legen los und packen an, wenn Not am Mann oder Not an der Frau ist. Das ist die Einstellung eines Miteinanders, wie wir es in unserer Gesellschaft brauchen. Das erst ist der Zusammenhalt einer Gesellschaft. Man kann ihn nicht von irgendeiner politischen Bühne aus befehlen, sondern das ist gelebte Solidarität. Politik kann das überhaupt nicht allein leisten.“

Die Bundeskanzlerin überreichte ihren Sonderpreis an Wolfsträne e.V. aus Leipzig. Der erst 2017 gegründete Verein kümmert sich um trauernde Kinder und Jugendliche, die einen schweren Verlust erlitten haben und begleitet sie auf ihrem ganz persönlichen Trauerweg. Wolfsträne e.V. gibt den Raum, die Zeit und den Rahmen, Trauer individuell auszudrücken, sie zu durchleben, zu verstehen und zu verarbeiten. Durch das startsocial-Stipendium wurde der Grundstein für eine langfristig erfolgreiche, wirksame und nachhaltige Vereinsarbeit gelegt.

Die sechs weiteren Preisträger sind:

  • [U25] Dortmund Online-Suizidprävention (Dortmund, Nordrhein-Westfalen): Menschen bis 25 Jahre erhalten in akuten Krisen kostenlose, anonyme und zeitlich unbegrenzte Unterstützung per Mail. Dabei werden sie von so genannten Peerberatern begleitet, die mit 16 bis 25 Jahren im gleichen Alter wie die Betroffenen sind.
  • ArtAsyl (Köln, Nordrhein-Westfalen): ArtAsyl widmet sich der Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen unter dem Leitgedanken „Kunst verbindet Kulturen“. Durch regelmäßig stattfindende Kurse und Aktionen im Bereich der Kunst (Malerei, Musik, Theater und Kunsttherapie) wird geflüchteten Kindern und Jugendlichen das Ankommen in ihrer neuen Heimat erleichtert.
  • KonTEXT Leseprojekt für straffällige Jugendliche (München, Bayern): KonTEXT ist ein studentisches Projekt für Schulverweigerer und straffällige Jugendliche. Dabei lesen Studierende mit Jugendlichen ausgewählte Romane, reflektieren das Gelesene und stellen Bezüge zum Leben der Betroffenen her. Ziel ist es, den Lebensweg der Jugendlichen positiv zu beeinflussen und einen wirksamen Beitrag zur Kriminalprävention zu leisten.
  • Life back Home (Münster, Nordrhein-Westfalen): Das Projekt verbindet entwicklungspolitische und antirassistische Bildungsarbeit in Schulen mit den Themen Flucht und Migration. Hierfür bildet Life back Home junge Geflüchtete zu Bildungsreferenten aus, die anschließend Schulen in Deutschland besuchen und über die Situation in ihrem Heimatland, ihre Flucht und ihr Leben in Deutschland berichten.
  • PatientenBegleiter (Mainz, Rheinland-Pfalz): PatientenBegleiter unterstützt chronisch nierenkranke Menschen und deren Angehörige. Die Begleiter sind selbst Betroffene, die ihre Mitpatienten ehrenamtlich in Krisenzeiten und bei Fragen zum Sozialrecht begleiten. Die Ehrenamtlichen kommen aus ganz Deutschland und werden zentral in Mainz und Hannover ausgebildet. Danach stehen sie regional als Ansprechpartner für Dialysepatienten und deren Familien zur Verfügung.
  • Treffpunkt Suppenküche Bad Doberan (Bad Doberan, Mecklenburg-Vorpommern): Der Treffpunkt Suppenküche lädt seit zehn Jahren zum Mittagessen und zum Mitmachen ein. Jede und jeder ist willkommen, unabhängig von Herkunft oder Religionszugehörigkeit. Dadurch entstehen vielfältige Begegnungen und es wird eine bedingungslose gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.

Mit der Preisverleihung ging der 14. startsocial-Wettbewerb zu Ende. Die nächste Wettbewerbsrunde läuft bereits: Bis zum 1. Juli können sich soziale Initiativen deutschlandweit wieder um eines der 100 Beratungsstipendien bewerben. Die neuen Stipendiaten werden im Herbst 2018 bekanntgegeben.