Goldene Lilie

24. Januar 2009

Unter dem Namen "Die Goldene Lilie" hat UPJ in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ein Projekt gestartet, um das soziale Engagement der Wirtschaft zu forcieren, das bundesweit eine Vorbildfunktion übernehmen soll.

Die Auszeichnung "Goldene Lilie" können alle Unternehmen in Wiesbaden und Umgebung erhalten, die sich nachweisbar gesellschaftlich engagieren. Eine unabhängige Jury begutachtet alle Bewerbungen und stimmt der Auszeichnung zu, sofern die vorgegebenen Kriterien erfüllt werden.

Kein vergleichbares Projekt in Deutschland
Da es in Deutschland bislang kein vergleichbares Projekt gibt, hat die UPJ-Bundesinitiative den in anderen Ländern bewährten PerCent-Standard auf hiesige Verhältnisse übertragen. Alle Unternehmen, die mindestens 1 Prozent ihres Nettoumsatzes in das Gemeinwesen investieren erhalten die Auszeichnung. Dabei kann es sich um Geldspenden für einen guten Zweck handeln, aber beispielsweise auch um die Freistellung von Mitarbeitern für ehrenamtliche Aufgaben oder die Bereitstellung von Produkten oder Dienstleistungen pro-bono, also kostenfrei.

Neben diesen "harten Kriterien" lässt die Jury für die "Goldene Lilie" aber auch so genannte "weiche Faktoren" gelten. Dazu gehören beispielsweise die Ausbildung über den eigenen Bedarf hinaus, die Beschäftigung von älteren Mitarbeitern oder Mitarbeitern mit Behinderung oder die besondere Berücksichtigung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Von der Jury wird der gesamte Mix aus harten und weichen Faktoren bewertet. Die Jury wird die eingereichten Angaben der Unternehmen in Stichproben vor Ort einer Prüfung unterziehen.

Breite Unterstützung aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik
Die "Goldene Lilie" wird neben dem Vorstand der UPJ-Bundesinitiative von Persönlichkeiten aus der Wiesbadener Kommunalpolitik, den örtlichen Institutionen und der Wirtschaft getragen. In der Jury und im Kuratorium beteiligen sich u.a. der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, der Wiesbadener Sozialdezernent, der Präsident der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden, der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, der Vorsitzende der Wiesbaden Stiftung sowie hochrangige Vertreter aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

Ziel ist es, dass möglichst viele Unternehmen in Wiesbaden und Umgebung, die sich für das Gemeinwohl engagieren, die Auszeichnung der Goldenen Lilie erhalten. Es werden aber auch nur diejenigen Firmen ausgezeichnet, die tatsächlich etwas Gutes tun.

Nach der Pilotphase soll das Projekt im Laufe der nächsten Jahre auf andere Städte und Gemeinden übertragen werden.


Weiteres zum Thema

www.die-goldene-lilie.de