Servicestelle "Gute Geschäfte"

31. Mai 2016

Mit der Servicestelle unterstützt UPJ Kommunen, gemeinnützige Organisationen und Unternehmen bei der Entwicklung und Durchführung von Marktplätzen für "Gute Geschäfte". Die Marktplatz-Methode ist einfach, niedrigschwellig und stellt neue Verbindungen zwischen engagierten Unternehmen und Gemeinnützigen her, indem konkrete Kooperationsprojekte vereinbart werden.

Marktplätze für "Gute Geschäfte" sind kurze, dynamische Veranstaltungen, bei denen einmal im Jahr neues Engagement von Unternehmen in gemeinnützigen Organisationen zur Verbesserung und Belebung des Gemeinwesens vereinbart wird. Zwischen 40 und 160 neue Kooperationsprojekte können - je nach Größe der Kommune - so zustande kommen. Wie auf einem richtigen Markt kommen Angebot und Nachfrage zusammen, es werden persönliche Kontakte geknüpft und direkt konkrete Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen.

Oberste Regel: Hier darf über alles gesprochen werden - nur nicht über Geld! Vielmehr engagieren sich große wie kleine Unternehmen aller Branchen mit Zeit und den helfenden Händen ihrer Belegschaft, mit ihrem Know-how, pro-bono-Leistungen oder sie verhelfen den Gemeinnützigen zu nützlichen neuen Kontakten. So können sie sich dort für ein besseres Gemeinwesen einsetzen, wo es ihnen nötig und möglich erscheint.

Aber auch die Vereine, Projekte, Initiativen und Einrichtungen aus den Bereichen Jugend, Soziales, Bildung, Kultur, Sport, Umwelt, etc. können Unternehmen etwas bieten: Spezielles Fachwissen, gute Gelegenheiten für die Teamentwicklung, Reputation, ein gutes Gefühl - und nicht zuletzt: die gezielte Beteiligung an der Lösung konkreter Probleme am Standort.

Die Marktplatz-Methode ist interessant für gemeinnützige regionale Mittler zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft, aber auch für Bundesländer, Kommunen und Unternehmen, die ein Interesse an der Entwicklung von Engagement und Eigeninitiative haben, weil sie dies mittlerweile als Standortfaktor erkannt haben.

Angebot
Weitere Informationen, ein Leitfaden und eine Toolbox, die alle erforderlichen Materialien und Checklisten, die sich bereits in der Praxis vieler Marktplätze bewährt haben, sowie ein Netzwerk von ExpertInnen sind auf der Internetseite www.gute-geschaefte.org frei zugänglich. Darüber hinaus organisiert UPJ Vorträge und Workshops zum Kennenlernen der Marktplatz-Methode sowie für den Erfahrungsaustausch und steht per E-Mail und Telefon für Beratungen zur Verfügung. Wenn Sie selbst einen Workshop zur Marktplatz-Methode durchführen wollen, melden Sie sich gerne.

Rund 120 Marktplätze in ca. 60 Kommunen mit gut 6.000 "Guten Geschäften" zwischen engagierten Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen - das ist die stolze Zwischenbilanz nach vier Jahren Anregung, Information und Unterstützung lokaler Marktplatz-Initiativen durch die Bertelsmann Stiftung, die die Servicestelle Ende 2010 an UPJ übergeben hat und UPJ dabei fördert und begleitet. Projektpartner sind darüber hinaus KPMG und RWE, die sich auch bisher schon aktiv an der Entwicklung und Verbreitung der Marktplatz-Methode beteiligt haben.


Weiteres zum Thema

Projektpartner sind die Bertelsmann Stiftung, KPMG und RWE.

KPMG ist Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.

www.gute-geschaefte.org