"Die Herausforderung" – Neue Kooperationen für eine lebens- und liebenswerte Stadt

05. Juni 2016

Soziale Kooperationen sind ein wichtiger Faktor für ein funktionierendes Gemeinwesen. "Die Herausforderung" ist ein Ansatz, mit dem neue soziale Kooperationen zwischen Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der öffentlichen Verwaltung verbreitet, vertieft und auf Dauer gesichert werden können.

Wesentlich für breite und dauerhafte Corporate Citizenship-Aktivitäten und die Beförderung einer entsprechenden Kooperationskultur ist die verlässliche Aktivierung und Einbindung von Unternehmen ("ownership") sowohl in regelmäßige und vielfältige Kooperationsprojekte wie in eine entsprechende Infrastruktur auf der regionalen Ebene. Erste Erfahrungen zeigen, dass es hier eine gewisse Bereitschaft der Akteure vor Ort gibt und ein konkretes handlungsorientiertes Programm förderlich für Motivationen und Aktivitäten ist.

"Die Herausforderung" ist ein neuer Netzwerk-Ansatz, mit dem dies erreicht werden kann - konkret, einfach, ergebnisorientiert und offen für alle. Kern ist eine kleine Gruppe mit erfahrenen und gut vernetzten Unternehmer/-innen und jüngeren Mitarbeiter/innen weiterer Unternehmen. Diese "Matching-Gruppe" prüft regelmäßig konkrete Vorschläge für Kooperationsprojekte gemeinnütziger Organisationen und stellt dafür dann Kontakte zu anderen Unternehmen in der Stadt her, die für ein entsprechendes Engagement bereit und geeignet wären – und die damit "herausgefordert" werden, ihren Beitrag für eine lebens- und liebenswerte Stadt zu leisten.

Solche Kooperationsprojekte müssen das Gemeinwesen voranbringen und einen nachweisbaren Nutzen für konkrete Menschen, Organisationen und Initiativen haben, der anders nicht zu haben ist. Und sie müssen deren Selbsthilfekräfte anregen und mit nicht-monetären Ressourcen der engagierten Unternehmen die Arbeit der Gemeinnützigen unterstützen.

Die Initiative wird von Unternehmen der Stadt selbst getragen. Für effektive Abläufe und einen überschaubaren Aufwand für alle Beteiligten sorgt eine professionelle und angemessen ausgestattete Koordination. Gemeinnützige und öffentliche Akteure begleiten das Herausforderungs-Netzwerk mit fachlichem Rat und Hinweisen auf aktuelle Themen in der Stadt. Kommune und Unternehmen sorgen gemeinsam für die erforderlichen finanziellen Ressourcen.

Ein Konzept, das seinen Erfolg schon bewiesen hat

In den Niederlanden sind "Herausforderungs-Initiativen" bereits seit vielen Jahren in über 50 größeren wie kleineren Städten aktiv – Tendenz steigend.

Unterstützt durch eine Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend überträgt UPJ das Konzept und erprobt es gemeinsam mit regionalen Mittlern vor Ort am Pilot-Standort Saarbrücken. Dabei wird UPJ von einer Expert/-innen-Gruppe begleitet. Die Entwicklung und Erprobung der erforderlichen Prozesse und Materialien, die Unterstützung bei der Gewinnung von Unterstützern und Mitwirkenden, eine intensive Begleitung der Akteure vor Ort sowie der Transfer der Erfahrungen gehören ebenfalls zu den Aufgaben von UPJ.


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