Corporate Citizenship-Mix

30. März 2009

Der Corporate Citizenship-Mix beschreibt neun Instrumente, die Unternehmen aller Größen in der Praxis bereits einsetzen. Er ist eine Art Baukasten, aus dem sich ein Unternehmen im Rahmen seiner Corporate Citizenship-Strategie passende Instrumente aussuchen und diese umsetzen kann.

  1. "Unternehmensspenden" (Corporate Giving) ist der Oberbegriff für das Überlassen, Spenden oder Zustiften von Geld oder Sachmitteln sowie für das kostenlose Überlassen oder Spenden von Unternehmensleistungen, -produkten und -logistik.´
  2. "Unternehmensstiftungen" (Corporate Foundations) bezeichnet das Gründen von Stiftungen durch Unternehmen eine Art des Engagements, die auch von mittelständischen Unternehmen immer häufiger benutzt wird.
  3. "Gemeinnütziges Arbeitnehmerengagement" (Corporate Volunteering) bezeichnet das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen durch Zurverfügungstellung des Know-hows und Wissens ihrer Mitarbeiter/innen bzw. die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements von Mitarbeitern/-innen in und außerhalb der Arbeitszeit.
  4. "Sozialsponsoring" (Social Sponsoring) ist die Übertragung der gängigen Marketingmaßnahme Sponsoring auf den sozialen Bereich, womit dem Unternehmen neue Kommunikationskanäle und Zielgruppenkontakte eröffnet werden."Zweckgebundenes Marketing" (Cause Related Marketing) ist eine Marketingstrategie, die den Verkauf von Produkten mit der Unterstützung eines sozialen Zwecks oder einer Organisation verbindet.
  5. "Zweckgebundenes Marketin" (Cause Related Marketing) ist eine Marketingsstrategie, die den Verkauf von Produkten mit der Unterstützung eines sozialen Zwecks oder einer Organisation verbindet. Bekanntetes Beispiel in Deutschland ist das "Krombacher Regenwald-Projekt", bei dem für jeden gekauften Kasten Krombacher in Kooperation mit dem WWF eine Quadratmeter Regenwald "gerettet" wird - eine Kampagne, die so auch auf den sozialen Bereich übertragbar ist.
  6. "Auftragsvergabe an soziale Organisationen" (Social Commissioning) bezeichnet die geschäftliche Partnerschaft mit gemeinnützigen Organisationen, die z. B. behinderte oder sozial benachteiligte Menschen beschäftigen, als (gleichfalls kompetente und konkurrenzfähige) Dienstleister und Zuliefererbetriebe
  7. "Gemeinwesen Joint-Venture" (Community Joint Venture) bezeichnet eine gemeinsame und gemeinnützige Unternehmung von einer sozialen Organisation und einem Unternehmen, in die beide Partner Ressourcen und Know-how einbringen und die keiner allein durchführen könnte
  8. "Lobbying für soziale Anliegen" (Social Lobbying) bezeichnet den Einsatz von Kontakten und Einfluss des Unternehmens für die Ziele sozialer Organisationen oder für Anliegen spezieller Gruppen im Gemeinwesen. So können sich Unternehmen z. B. bei der Kommune für die Einrichtung eines Jugendzentrums stark machen oder den Aufruf zur Teilnahme an einem Freiwilligentag an ihre Belegschaft und Geschäftspartner weiterleiten
  9. "Soziales Risiko-Kapital" (Venture Philanthropy) bezeichnet unternehmerisch agierende Risiko-Kapitalgeber, die für eine begrenzte Zeit und ein bestimmtes Vorhaben sowohl Geld als auch Know-how in soziale Organisationen investieren.

Quelle: Dresewski, Felix (2004): Corporate Citizenship. Ein Leitfaden für das soziale Engagement mittelständischer Unternehmen. Berlin: UPJ, S. 21f.


Weiteres zum Thema

Die Publikation "Corporate Citizenship. Ein Leitfaden für das soziale Engagement mittelständischer Unternehmen"  befasst Sie im Detail mit dem Engagement im Gemeinwesen.

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