Umweltschutz und Menschenrechte in den Lieferketten deutscher Unternehmen

16. August 2018

Das Öko-Institut betrachtet in einem Working Paper die Frage der weltweiten Verantwortung deutscher Unternehmen beim Schutz der Umwelt und der Wahrung der Menschenrechte entlang der Wertschöpfungskette anhand von drei Fallstudien.

Die Hauptergebnisse:

  • Kupfergewinnung in Peru: Kupfer wird für eine Vielzahl von Produkten, die in Deutschland produziert werden, benötigt. Die dafür erforderlichen Erze werden in verschiedenen Herkunftsländern abgebaut und aufbereitet, beispielsweise Ländern Südamerikas wie Peru. Im Zusammenhang mit dem dortigen Bergbau wird regelmäßig von Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen berichtet.
  • Vertrieb von in der EU verbotenen Pestiziden im Ausland: Eine Vielzahl von besonders giftigen Pestiziden ist in Europa verboten oder darf nur unter sehr strengen Auflagen verkauft und verwendet werden. Dennoch werden diese Produkte auch von deutschen Unternehmen weiterhin im Ausland vertrieben.
  • Schiffsabwrackung in Bangladesch: Nach internationalem und europäischem Recht ist die nicht fachgerechte Entsorgung ausgedienter Schiffe in Bangladesch verboten. Zumeist über Zwischenhändler gelangen Schiffe deutscher Reedereien zur Verschrottung nach Bangladesch. Dort werden sie statt in geeigneten Recyclingeinrichtungen direkt am Strand auseinandergenommen, wobei Schweröle, Asbest und weitere Gefahrstoffe ins Meer gelangen und es zu Arbeitsunfällen kommt.