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Hessens größtes Wohnungsunternehmen übernimmt Patenschaft für Honigbienen

13. Mai 2019

Unter dem Motto "Respektvoll handeln. Ressourcen schonen" hat die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt vor einigen Jahren eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Ziel ist es unter anderem, die Biodiversität zu erhalten und zu fördern.

Foto: UGNHWS / Sabine Antonius

Mit einem neuen Projekt wird diese Strategie einmal mehr mit Leben gefüllt. "Als die Imkerei Walkmühle uns vorgeschlagen hat, die Patenschaft für mehrere Bienenvölker zu übernehmen und ihnen Freiflächen als Lebensraum zur Verfügung zu stellen, haben wir sofort Ja gesagt", sagt Dr. Sven Groth, Leiter des Kompetenzcenters Unternehmensentwicklung. Die Unternehmensgruppe sieht sich in der Pflicht, beim Bau und Betrieb von Gebäuden und Grünanlagen den Natur- und Artenschutz zu berücksichtigen. "Mit dem Bienen-Projekt leisten wir einen aktiven Beitrag dazu", ergänzt der stellvertretende Nachhaltigkeitsvorsitzende Gregor Steiger.

Immer mehr Honigbienen suchen ihr Glück in den Städten. Durch die Flurbereinigung sind Hecken, Bachränder und Waldstücke aus der Landschaft verschwunden, statt Vielfalt herrscht Monokultur auf den Feldern. Die Folge: Viele Bienen hungern, Pestizide schwächen ihre Abwehrkräfte. Anders in den Städten: Parks, Friedhöfe, Brachen, blühende Balkonblumen und begrünte Dachterrassen bieten jede Menge Nektar, aber wenig Insektengifte. Die Frankfurter Imkerei Walkmühle will den Bienen helfen, in der Stadt heimisch zu werden. Deshalb sucht sie Unternehmen, die Patenschaften übernehmen, Bienenstöcke aufstellen und so den Insektenvölkern ein neues Zuhause bieten. Betreuung und Pflege übernehmen die Imker. Als Gegenleistung für die Pacht, die sie für die "gemieteten" Bienenvölker bezahlen, bekommen die Paten die jährliche Honigernte ins Haus geliefert.

Doch wohin mit den neuen Mietern? Nachhaltigkeits- und Freiflächenmanagement der Unternehmensgruppe haben mehrere Optionen im Stadtgebiet geprüft und sich für zwei Standorte entschieden. An beiden Plätzen finden die Tiere reichlich Nahrung, Ruhe und Schutz. Die neuen Nachbarn haben sich schon bestens eingelebt. In Hochzeiten, rechnet Steiger vor, könne ein Bienenvolk auf bis zu 50.000 Exemplare anwachsen. "Insgesamt hätten wir dann also 300.000 Bienen, doppelt so viele wie Mieter." Auch für die Honigproduktion gibt es erste Hochrechnungen. "Konservativ geschätzt erhalten wir von den sechs Bienenvölkern zirka 180 Kilogramm Honig im Jahr, das entspricht 720 Gläsern à 250 Gramm", kalkuliert Groth. Mit einem eigenen Logo versehen eignen sich die Honiggläser ideal als persönliches Präsent für Kunden und Mitarbeiter.

Die Bienen sind nicht die erste bedrohte Tierart, für die sich die Nassauische Heimstätte einsetzt. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt wurde 2016 eine Artenpatenschaft mit dem Land Hessen ins Leben gerufen. Seitdem hat die Unternehmensgruppe 245 Nistkästen für Mauersegler und 30 Nisthöhlen für Fledermäuse an verschiedenen Standorten anbringen lassen. Bereits seit 1989 werden in den Anlagen und Freiflächen keine Herbizide und Insektizide mehr eingesetzt.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt ist Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.


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