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Einführung des staatlichen Textilsiegels "Grüner Knopf"

09. September 2019

Am 9. September wurde das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf vorgestellt. Das Siegel soll Klarheit und Vertrauen schaffen und Textilien auszeichnen, die nach nachhaltigen Sozial- und Umweltstandards hergestellt wurden. Der Staat legt die Bedingungen und Kriterien fest. Unabhängige, anerkannte Prüfer kontrollieren die Einhaltung.

Produkte wie T-Shirts, Bettlaken oder Rucksäcke müssen 26 Sozial- und Umweltstandards einhalten – von Abwassergrenzwerten und dem Verbot gefährlicher Chemikalien bis hin zu Mindestlöhnen und dem Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit. Zusätzlich wird das Unternehmen anhand von 20 weiteren Kriterien geprüft: Legt es Lieferanten offen? Gibt es Beschwerdemöglichkeiten für die Näherinnen vor Ort? Schafft es Missstände ab?

Der Grüne Knopf umfasst zu Beginn noch nicht die gesamte Lieferkette. Zum Start prüft das Siegel die Produktionsstufen "Zuschneiden und Nähen" sowie "Bleichen und Färben". Die sozialen und ökologischen Herausforderungen sind hier besonders groß. In den kommenden Jahren wird der Grüne Knopf auf die Arbeitsschritte "Weben und Spinnen" ausgeweitet und danach auf den Produktionsschritt "Faserproduktion und Baumwollanbau".

Unabhängige Prüfer kontrollieren die Einhaltung der Standards. Wenn notwendig, überprüfen sie auch die Produktionsstätten vor Ort - und das weltweit. Die unabhängige, staatliche Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) überwacht als "Prüfer der Prüfer" die Kontrollen.

27 Unternehmen machen bereits mit - so z.B. Dibella - 26 weitere Unternehmen sind derzeit im Prüfprozess.

Dibella ist Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.


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