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Wie der Klimawandel den deutschen A­ußenhandel­ trifft

14. Dezember 2018

Deutschland hat eine starke Rolle im internationalen Handel. Dadurch ist die deutsche Wirtschaft anfällig gegenüber Klimafolgen in anderen Weltregionen. Das Umweltbundesamt (UBA) hat nun erstmals Klimarisiken im Rahmen der internationalen Handelsverflechtungen untersucht. Demnach werden die Risiken aus Klimafolgen im Ausland für die deutsche Wirtschaft mindestens so groß sein wie aus jenen im Inland.

Deutsche Unternehmen tätigen jährlich Ein- und Ausfuhren in der Größenordnung von einer Billion Euro. Der Bericht zeigt, welcher Anteil unseres Handels von den Folgen des Klimawandels im Ausland betroffen sein könnte. Allein sechs Prozent (55 Mrd. Euro) der deutschen Importe und vier Prozent (knapp 50 Mrd. Euro) der Exporte verteilen sich auf zwölf Länder oder Regionen, die als besonders vulnerabel gegenüber dem Klimawandel gelten.

Ergebnisse der Studie:

Bei den Importen überwiegen die Risiken der Folgen des Klimawandels:

Bei den Exporten ergibt sich ein gemischtes Bild:

Das Forschungsvorhaben ImpactCHAIN des Umweltbundesamts hat identifiziert, über welche Wirkungsketten der globale Klimawandel auf die deutsche Volkswirtschaft wirkt und wie relevant die unterschiedlichen Arten von Wirkungsketten sind. Auch zeigt die Studie anhand von ausgewählten Praxisbeispielen exemplarisch, wie Unternehmen dem Thema bereits jetzt begegnen und mögliche Anpassungsmaßnahmen bzw. -instrumente werden diskutiert.


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Download der Studie