Keine Gewinner beim Bribe Payers Index 2006 von Transparency International

10. Oktober 2006

Nach vier Jahren legt Transparency International heute wieder den Bribe Payers-Index (BPI) vor, der von den Zahlenden von Bestechungsgeldern handelt. Eine Umfrage unter 11.000 Geschäftleuten in 125 Ländern führt zu einer Rangreihe, wie sehr sich Firmen aus 30 alten und neuen Exportländern der Bestechung bedienen.

"Man muss nicht Weltmeister im Schmieren sein, um sich auf immer stärker umkämpften Märkten als Exportweltmeister zu halten" kommentiert Prof. Dr. Hansjörg Elshorst, Vorsitzender von Transparency Deutschland, das Abschneiden Deutschlands. Mit 9,5 % Anteil am Weltexport musste Deutschland doppelt und dreifach so viele Aufträge erobern wie fast alle der wichtigsten Konkurrenten – viel mehr Gelegenheiten also für korruptive Verwicklungen. Dennoch rangiert Deutschland mit Platz 7 unter 30 Ländern im oberen Viertel der Rangliste.