"Wiesbaden engagiert" voller Erfolg. Mitarbeiter von 45 Unternehmen aktiv

22. Mai 2006

Das Wiesbandener Tagblatt berichtet über den Aktionstag am Freitag: "Wiesbaden engagiert" hieß es gestern zum zweiten Mal. Noch größere Beteiligung als bei der Premiere im vergangenen Jahr konnte das Projektbüro unter Leitung von Juliane Philipp-Lankes verzeichnen.

Die Idee stammt von der bundesweiten Vereinigung "UPJ - Unternehmen: Partner der Jugend". Mit dem Ziel, Kooperationen zwischen Firmen und sozialen Einrichtungen zu initiieren, werden in vielen Städten Deutschlands derartige Projekte verwirklicht. In Wiesbaden schickten Firmen ihre engagierten Mitarbeiter in Altenheime oder Beratungsstellen, in Einrichtungen für psychisch Kranke und in Mütter- und Frauenzentren. "Wir haben in diesem Jahr wieder 45 Unternehmen zur Mitarbeit in 40 einzelnen Projekten gewinnen können", sagte Stadtrat Wolfgang Hessenauer, der eine Rundfahrt begleitete, die zu sechs Beispielen führte. "Nicht nur die sozialen Einrichtungen haben etwas von der tatkräftigen Hilfe, die sie an diesem Tag bekommen", unterstrich Hessenauer. "Auch die Unternehmen könnenauf diese Weise die soziale Kompetenz und Teamfähigkeit ihrer Mitarbeiter erkennen, den Zusammenhalt zwischen Kollegen, die Fähigkeiten, praktische, handfeste Probleme zu lösen".

Rund 250 Personen aus den verschiedensten Firmen, von kleinen Agenturen bis hin zu großen Versicherungskonzernen, von Azubis bis zu Vorstandsmitgliedern, legten sich am Freitag fürdie gute Sache ins Zeug. Zusammengebracht wurden die jeweiligen Partner bei einer Ideenbörse im März. Kindertagesstätten wie die städtische Kita am Geschwister Stock-Platz oder die AWO-Kita "Philipp Holl" bekamen ihre Gärten neu gestaltet. Kräuterbeete und Weidenzelte wurden angepflanzt. Hier engagierten sich zum Beispiel die Dow Corning-GmbH, Marius Hansa, das Statistische Bundesamt oder die Versicherungen SV, DBV Winterthur und R+V. Auch das EVIM-Wohnhaus für psychisch Kranke in der Kapellenstraße bekam ein neues Blumenbeet und einen kombinierten Grill mit Springbrunnen "einen eigenen Entwurf", wie Burkhard Platte, Leiter der Einrichtung betonte. Bei der "Kinderolympiade" auf dem Blücher-Spielplatz war sogar der komplette Vorstand der Delta Lloyd-Versicherung aktiv und half den Kleinen bei den Ãœbungen - gemeinsam mit Mitarbeitern der Industrie- und Handelskammer. Das Architekturbüro Ebene01 stiftete eine Torwand, die Agentur VorSicht entwarf die Ergebnislisten.

Im Robert-Krekel-Haus bauten Mitarbeiter der Allianz einen "Snoezelen-Wagen", der Demenzkranken vielfätige Sinneseindrücke ermöglichen soll. Fahrradkuriere der "Qriere" und die Firma O' Donovan-Consulting sowie die Ströer DSM begannen mit der Einrichtung eines "Erinnerungs-Zimmers", das alten Menschen eine Wohlfühl-Atmosphäre im Stil ihrer Jugendzeit bieten soll."

Quelle: Wiesbadener Tagblatt