Bürgerschaftliches Engagement im Welfare Mix - Veranstaltung von BBE und UPJ beim Deutschen Fürsorgetag

05. Mai 2006

In der von den Mitgliedern des UPJ-Unternehmensnetzwerkes betapharm und KPMG unterstützten Veranstaltung am 4. Mai auf dem Deutschen Fürsorgetag in Düsseldorf haben Experten aus Theorie und Praxis die Frage erörtert, wie zukünftig die Balance zwischen Staat, Wirtschaft und Drittem Sektor hergestellt werden kann, um den gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich strategische Partnerschaften von Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft bei der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung aufbauen lassen. Als Vertreter der betapharm Arzneimittel GmbH machte Horst Erhardt deutlich, dass es entscheidend auf Moderatoren und Mittler ankommt, die den Prozess der Kooperation der unterschiedlichen Akteure ermöglichen und als Dolmetscher eine gelingende Kommunikation  von Wirtschaft und gemeinnützigen Organisationen herstellen, wie es die Bundesinitiative "Unternehmen: Partner der Jugend" (UPJ) bereits praktiziert.

Gleichzeitig, so die Beobachtung der Experten,  entwickeln sich im sozialen Sektor zunehmend Organisationen, die weder allein der Logik des Marktes noch der herkömmlicher gemeinnütziger Organisationen gehorchen. Sascha Voigt de Oliveira von KPMG machte in seinem Vortrag klar, dass an vielen Stellen des gegenwärtigen Gemeinnützigkeits- und Vereinsrecht bei diesen neuen sozialen Kooperationen im Welfare Mix und bei den  "hybriden" Organisationen Fallen lauern, die es unbedingt zu beachten gilt. In der anschließenden Diskussion seines Vortrages wurden verschiedene Linien einer möglichen Reform des Gemeinnützigkeitsrechtes diskutiert. Einigkeit herrschte dabei, dass das Gebot der zeitnahen Mittelverwendung bei gemeinnützigen Organisationen ein wesentlicher Hemmschuh für eine strategische Planung der sozialen Arbeit ist.


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Peter Kromminga