Werteorientierte Unternehmensführung und Corporate Governance - Dokumentation des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung

03. Juli 2006

Der Managerkreis befürwortet in einem Thesenpapier zu werteorientierter Unternehmensführung und Corporate Governance eine aktivierende Rolle der Wirtschaftspolitik.

"Corporate Governance und Corporate Social Responsibility sind", so heißt es in der Einleitung zur Dokumentation des Thesenpapiers und einer Veranstaltung zum Thema, "Teile einer modernen Industrie- und Wirtschaftspolitik. Sie stehen im deutlichen Zusammenhang mit der Lissabon-Strategie, der Verbesserung von Wettbewerbsfähigkeit und Dynamik des europäischen Wirtschaftsraums. Es geht um mehr als eine Balance wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Zielsetzungen, es geht um die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaftskultur in der globalisierten Welt."

Auf der dokumentierten Veranstaltung des Managerkreises am 10. Mai 2006 war auch Finanzminister Steinbrück aufgetreten. Steinbrück: "Ich erwarte auch von Managern und insbesondere Verbandsvertretern, dass sie dieses Augenmerk auf die Gefährdungen eines gesellschaftlichen Zusammenhaltes stärker richten als bisher." Besonders betonte er Probleme, die sich aus der demographischen Entwicklung ergeben: "Diese Gesellschaft entwickelt sich auseinander über den Gegensatz von Alt und Jung. Und das hat nicht nur etwas mit Demographie und ihren Auswirkungen auf die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme zu tun, die sind schon massiv genug... Was passiert in einer Gesellschaft, wenn der Anteil derjenigen, die Gegenwartsinteressen haben, immer größer wird gegenüber dem Anteil derjenigen in der Bevölkerung, die Zukunftsinteressen haben?"