Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2017

21. Juni 2018

Mit dem Bericht legt die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt zum vierten Mal seit 2014 transparent Kennzahlen, Ziele, strategische Entwicklungen und Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit dar. Der Nachhaltigkeitsbericht 2017 entspricht, wie im vergangenen Jahr, den GRI Standards.

Mit sozialen Projekten Verantwortung übernehmen
Ziel der Unternehmensgruppe ist, dass sich die Mieter in ihren Wohnungen und in deren direktem Umfeld rundum wohl fühlten. „Wir wollen zufriedene Mieter und funktionierende Nachbarschaften. Dafür investieren wir jährlich viel Geld – 2017 waren es 1,2 Millionen Euro – und Herzblut in unser Sozialmanagement“, sagte Dr. Constantin Westphal, der für Immobilienbewirtschaftung, Akquisition und Projektentwicklung zuständige Geschäftsführer. Zu den erfolgreichsten Projekten zählten die Wohn-Service-Teams (WST), die seit 10 Jahren mittlerweile rund 35.000 Wohnungen versorgen. Die Alltagshelfer übernehmen für kleines Geld Arbeiten wie Waschen, Bügeln, Putzen oder Einkaufen. 140 Mitarbeiter sind in 22 hessischen Gemeinden im Einsatz. Seit 2013 haben sie rund 40.000 Einsatzstunden geleistet, seit 2016 gibt es sie auch in Kassel.

Modernisieren heißt ganze Quartiere ertüchtigen
106 Millionen Euro setzte der Konzern 2017 für Modernisierungen und Instandhaltungen ein. Das entspricht etwa 30 Euro pro m2. Für 2018 wird ein ähnlicher Betrag bereitgestellt. Von den 2017 modernisierten Gebäuden wurden 58 Prozent voll- und 42 Prozent teilmodernisiert. „Dabei wird im Sinne unserer Nachhaltigkeitsstrategie großer Wert auf die energetische Ertüchtigung ganzer Quartiere gelegt“, betonte die technische Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer. Mehr als 90 Prozent der durch die Unternehmensgruppe in den vergangenen sieben Jahren errichteten Neubauten sind besser als der gesetzlich vorgegebene energetische Neubaustandard. Die CO2-Reduzierung bei modernisierten Gebäuden im Bestand liegt 2017 bei 64 Prozent. Die 2017 modernisierten Wohneinheiten sparen jährlich 6.400 Megawattstunden Primärenergie ein und emittieren jährlich 1.500 Tonnen weniger CO2-Äquivalent.

Stadtentwicklung: 23 Millionen Euro Fördergelder eingeworben
Mit 5,1 Millionen Euro Umsatz hat der Bereich Stadtentwicklung, der seine Leistungen unter der Marke ProjektStadt anbietet, zum Konzernergebnis beigetragen. Im vergangenen Jahr war die ProjektStadt mit 201 Aufträgen in 125 Kommunen in Hessen, Thüringen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen beratend oder treuhänderisch tätig. Mehr als 23 Millionen Euro an Fördermitteln – drei Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor – konnten die Mitarbeiter 2017 für ihre kommunalen Kunden aus den Städtebauförderprogrammen einwerben und umfangreiche Projektinvestitionen ermöglichen. „Das entspricht durchschnittlich rund 40 Prozent der 2017 ausgelobten hessischen Fördermittel in den einzelnen Programmen“, erläuterte Fontaine-Kretschmer. Aus dem Programm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ bekam man 48 Prozent der Fördermittel zugesprochen, aus dem Stadtumbau-Programm fast 50 Prozent und aus der „Sozialen Stadt“ weitere 6,5 Millionen Euro, also knapp 25 Prozent.

Mit Bezug von Ökostrom ein Zeichen für die Energiewende setzen
Im Jahr 2017 wurde im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Unternehmensgruppe verstärkt an den Schwerpunktthemen Klima und Energie sowie Arbeitswelt und Beschaffung gearbeitet. Die Fortschritte sind im vierten Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert. Ein Baustein ist das Projekt Mieterstrom, das gemeinsam mit dem regionalen Energieversorger Mainova an drei Standorten getestet wird. „Mit dem Bezug von Ökostrom für den Allgemeinstrom der Wohneinheiten und die eigenen Geschäftsgebäude setzt die Unternehmensgruppe ein Zeichen für die Energiewende“, so Hain. Ein weiteres wichtiges Modul der CO2-Einsparung ist die Mobilität von Mitarbeitern und Mietern. Der Dienstwagenpool wird 2018 auf Erdgas- und Elektroantriebe umgestellt. Darüber hinaus laufen Pilotprojekte im Bereich der Mietermobilität, etwa Ladepunkte für E-Autos, Carsharing-Angebote sowie der Verleih von Pedelecs und E-Lastenrädern. Dieser Weg soll konsequent weiter beschritten werden.

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt ist Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.