Bürgerbeteiligung als zentrales Element

30. Mai 2018

ProjektStadt, die auf Stadtentwicklungsprozesse spezialisierte Marke der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, nutzte den bundesweiten Tag der Städtebauförderung, um zu zeigen, was sich in den von ihr betreuten Kommunen in Sachen Städtebauförderung und integrierte Stadtentwicklung alles tut.

Bild: Karsten Socher Fotografie / www.KS-Fotografie.net

Stadtteilführung, Planungsworkshop, Baustellenbesichtigung, Stadtteilfest: Zum Tag der Städtebauförderung zeigten mehr als 500 Kommunen in rund 650 Veranstaltungen, wie die Programme der Städtebauförderung das Lebensumfeld der Bürger positiv verändern und wie diese sich in die Entwicklung der eigenen Stadt einbringen können. In diesem Jahr war die ProjektStadt mit zwölf Kommunen beim Tag der Städtebauförderung vertreten.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beteiligung der Bürger. "Gemeinsam mit unseren kommunalen Partnern wollen wir die Bürger mitnehmen, sie einbinden, ihre Ideen und Visionen kennenlernen und im Idealfall umsetzen", erläutert Markus Eichberger, Leiter des Unternehmensbereichs Stadtentwicklung. "Schließlich leben sie vor Ort und können am besten einschätzen, wo gehandelt werden muss."

Beispielsweise konnten Jung und Alt am Planungstisch der ProjektStadt ihre Ideen für den neuen Mehrgenerationenplatz am Agathof im Kasseler Stadtteil Bettenhausen formulieren. Der Platz soll im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Stadtumbau in Hessen“ zu einem echten Schmuckstück werden. Die Ideen der Bürger fließen in die weiteren Planungen mit ein. Von dem Förderprogramm profitieren soll auch die Unterneustadt. Hier sind der Außenbereich des Haus der Jugend, die Sanierung des Werkstattgebäudes der ehemaligen JVA "Elwe" zur Mensa und zum Gymnastikraum, neue Wegeverbindungen und die Entwicklung ungenutzter Gewerbeflächen zentrale Themen.

In Witzenhausen hingegen sollen die Innenhöfe grüner werden. Vor diesem Hintergrund hatten Stadtverwaltung und ProjektStadt zu einem lauschigen Garten-Café eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich Besitzer von Innenhöfen, aber auch alle anderen interessierten Bürger über die mögliche Gestaltung von Höfen, Gärten und Parkplätzen informieren. Die Stadt möchte ein Förderprogramm auflegen, das die Umgestaltung von Innenhöfen, aber auch die Modernisierung und Instandsetzung sanierungsbedürftiger und komplett oder in Teilen leerstehender Häuser – zum Beispiel Ladenlokale – unterstützt. Dazu gehören beispielsweise die Entsiegelung, die Aufwertung wohnungsnaher Freiflächen, platzsparende Parksysteme und gebäudebezogene Bauarbeiten zur Verbesserung der Biodiversität. Am Tag der Städtebauförderung wurden Best-Practice-Beispiele sowie die Fördermöglichkeiten vorgestellt. Impulsvorträge und eine Ausstellung rundeten das Programm ab.

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt ist Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.