Daunendecken im CSR-Test der Stiftung Warentest

28. Oktober 2013

Der Winter steht vor der Tür und die Nächte werden kühler. Viele Verbraucher "decken" sich in dieser Jahreszeit mit neuer Bettware ein. Tierschützer werfen der Daunenindustrie jedoch Tierquälerei vor. Angeblich werden Gänse oft lebendig gerupft. Beim Test zur sozialen und ökologischen Unternehmensverantwortung der Stiftung Warentest konnte keiner der 10 untersuchten Anbieter die Vorwürfe entkräften.

Handeln Unternehmen von sozial und ökologisch korrekt? Gehen sie fair mit ihren Mitarbeitern um? Investieren sie in Aus- und Weiterbildung? Die Stiftung Warentest untersucht im Rahmen ihrer Produkttest seit 2004 unregelmäßig auch die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung. Unter anderem wurden bisher z.B. T-Shirts, Digitalkameras, Fernseher, Jeans, Fußbälle, Waschmittel, Garnellen und Tiefkühllachs unter die Lupe genommen.

Beim CSR-Test der November-Ausgabe der Zeitschrift "test" belegte kein Anbieter gegenüber der Stiftung Warentest, von welchen Höfen die Daunen kommen - nicht einmal jene, die dem Verbraucher mit Brief und Siegel garantieren, dass die verwendeten Daunen und Federn nicht von lebenden Tieren stammen. "Das ist ein Armutszeugnis", so die Stiftung Warentest.

Die Untersuchung basiert auf 26 Kriterien zur sozialen und ökologischen Unternehmensverantwortung. Jeder Anbieter erhielt zwei Fragebögen. Wenn er zustimmte, besuchten Expertender Stiftung Warentest die Unter­nehmens­zentrale, über­prüften den Mast­betrieb der Gänse bzw. Enten, den Schlachtbetrieb sowie die Konfektion zu Daunen­decken (inkl. Daunen­weiterver­arbeitung falls angegliedert) und interviewten Arbeiter. Bewertet wurden auch Antworten auf verdeckte Kunden­anfragen, der Internet­auftritt sowie Infos auf Verpackung und Produkt.