Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) berichten

18. November 2018

Die Bundesregierung will mit dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) die Einhaltung der Menschenrechte in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten durchsetzen. Pünktlich zum 70-jährigen Bestehen der UN-Menschenrechtscharta ist es nun möglich, dem NAP-Kernelement „Berichterstattung“ über die Abgabe einer DNK-Erklärung nachzukommen.

Der NAP sieht folgende fünf Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht vor:

  1. Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
  2. Verfahren zur Ermittlung tatsächlicher und potenziell nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte
  3. Maßnahmen zur Abwendung potenziell negativer Auswirkungen und Überprüfung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen
  4. Berichterstattung
  5. Beschwerdemechanismus

Von 2018 bis 2020 wird die Bundesregierung anhand eines wissenschaftlich begleiteten Monitorings erheben, ob Unternehmen die sogenannten Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht in ihre Prozesse integriert haben. Unternehmen sollen zukünftig für ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflicht stärker Verantwortung übernehmen und nachvollziehbar über ihr Engagement für die Einhaltung der Menschenrechte berichten.

Im DNK berichten Anwender anhand von 20 Kriterien zu ihrer strategischen Ausrichtung, ihren Nachhaltigkeitsleistungen und den Chancen, die aus der Befassung mit Nachhaltigkeitsthemen resultieren. Im Kriterium Nummer 17 konnten Organisationen bereits zuvor zum Umgang mit Menschenrechten berichten. Das Kriterium wurde nun um entsprechende Fragen im Sinne des NAP erweitert.

Unternehmen, die ihr Engagement zum Schutz der Menschenrechte detailliert offenlegen wollen, können in der Datenbank auswählen, den DNK inklusive der NAP-Berichtspunkte nutzen zu wollen. Die Ergänzung wird dann eingeblendet und im Kontext der kritischen Durchsicht vom Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex auf formale Vollständigkeit betrachtet. Die Verantwortung für die Inhalte liegt nach wie vor bei den berichtenden Organisationen.