Shortlist der Projekte der 2019 PILnet Global Awards

30. Oktober 2019

Die PILnet Global Awards würdigen Anwaltskanzleien, die sich dafür einsetzen, die Zivilgesellschaft zu stärken, den sozialen Wandel voranzutreiben und das öffentliche Interesse zu schützen. Nun wurde die engere Auswahl für zwei Preiskategorien verkündet.

In der Kategorie "Exemplary Partnership in the Public Interest" wurden folgende Kanzleien nominiert:

  • De Brauw Blackstone Westbroek vertrat die Umweltorganisation The Ocean Cleanup beim Abschluss eines richtungsweisenden Abkommens mit den Niederlanden über den Rechtsstatus, den Betrieb und den Schutz ihrer Technologie auf hoher See.
  • DLA Piper und ihr Pro-Bono-Kunde, Undikumbukire Project Zambia, führte eine einwöchige Kinderjustizaktion in der Provinz Copperbelt, Sambia, durch, wo sie die Erfahrungen von 115 angeklagten Kindern in sechs Erwachsenengefängnissen erfragten und dokumentierten.
  • Herbert Smith Freehills beriet die UN Refugee Agency bei ihrer Initiative MADE51, die Flüchtlingshandwerker mit lokalen Sozialunternehmen mit Produktentwicklungs- und Exportkompetenz zusammenbringt. Gemeinsam entwickelten sie verkaufsfähige Produktlinien, die von großen Einzelhändlern und Verbrauchern gekauft werden und haben somit bereits 1.000 Flüchtlinge direkt unterstützt.
  • White & Case unterstützte die International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies bei der Erstellung und dem Aufbau eines Index, der Lücken in bestehenden Gesetzen aufdeckte und Best Practices hervorhob, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Katastrophenrisikomanagement von Staaten zu stärken.

In der Kategorie "Local Pro Bono Impact" wurden folgende Kanzleien nominiert:

  • Die European Lawyers in Lesvos, ein Team aus griechischen Asylanwält*innen und freiwilligen europäischen Asylanwält*innen, leisteten den Flüchtlingen auf Lesbos kostenlose, unabhängige Rechtshilfe und halfen bisher über 9.000 Menschen.
  • Die Anwaltskanzleien Fieldfisher, Shearman & Sterling und Orrick arbeiteten mit der Royal Mencap Society, einer englischen Organisation, die Menschen mit Lernschwierigkeiten unterstützt, zusammen, um gefährdete Kunden zu vertreten, denen staatliche Invaliditätsleistungen verweigert wurden. In der Kategorie "Exemplary Partnership in the Public Interest" wurden folgende Kanzleien nominiert:
  • Hogan Lovells Mexiko und drei mexikanische Clearinghäuser - Fundación Barra Mexicana, Fundación Appleseed México, Centro Mexicano Pro Bono - schrieben die "Pro Bono Standards México" und gründeten eine Bewegung, um das Konzept der Pro-bono-Rechtsarbeit zu standardisieren und die Pro-bono-Kultur in Mexiko zu fördern.
  • Respect Zone, eine französische Rechtshilfeorganisation, leistete mit Unterstützung von Dutzenden von ehrenamtlichen Anwält*innen in drei verschiedenen Ländern kostenlose Rechtshilfe und entwickelte verschiedene einfach zu bedienende Online-Tools für Opfer von Cyberkriminalität.
  • Kids in Need of Defense UK hat ein Netzwerk von Pro-bono-Anwält*innen von Ropes & Gray, der Coram Foundation und dem Islington Law Centre aufgebaut, die Nationalität und Anträge für undokumentierte Kinder vorbereiten, die das Recht haben, im Vereinigten Königreich zu bleiben.

Gemeinsam mit dem Pro Bono Deutschland e.V. vermittelt UPJ als Clearinghouse Pro-bono-Rechtsberatung für Non-Profits.