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Rethinking CSR? Verantwortlich handeln in unruhigen Zeiten.

Konferenz am 19. Juni in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin.

Programm

09:00 Uhr: Einlass & Registrierung

09:30 Uhr: Begrüßung durch UPJ und die Sprecher*innen des UPJ-Unternehmensnetzwerks

09:50 Uhr: Keynote: Unternehmensverantwortung in unruhigen Zeiten – von Freiwilligkeit zur verpflichtenden Compliance

            • Prof. Dr. Sarah Jastram, Vizepräsidentin für Forschung und Internationales, Professorin für Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit sowie allgemeine Betriebswirtschaftslehre, HSBA Hamburg School of Business Administration 

Unternehmen haben in den vergangenen Jahren in den Bereichen Nachhaltigkeit und Menschenrechte eine Regulierungswelle einzigartigen Ausmaßes erlebt. Zahlreiche neue Gesetze auf nationaler und europäischer Ebene markieren einen substanziellen Wandel von einer gesellschaftlichen Verantwortung, die lange als weitgehend freiwillig betrachtet wurde, zur umfangreichen Compliance Aufgabe. Dies hat zu zahlreichen positiven Effekten auf Unternehmensebene geführt, stellt Manager*innen aber auch vor große Herausforderungen. Was passiert, wenn Nachhaltigkeit immer mehr zu einem Compliance-Thema wird? Kann sich dies auch negativ auf Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auswirken? Diesen Kernfragen wird Sarah Jastram in ihrem Vortrag nachgehen.

10:30 Uhr: Kaffeepause und Netzwerken

11:00 Uhr: Podiumsdiskussion: Rethinking CSR?

Auf dem Podium wollen wir diskutieren, wie CSR – bei aller Regulatorik – Innovation und Gestaltungsspielraum freisetzen kann. Reicht das bisherige Verständnis von Unternehmensverantwortung aus? Wie lässt sich das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen und nachhaltigen Anliegen auflösen? Aber auch: Wie können Unternehmen sich zu gesellschaftlichen Streitthemen positionieren? 

            • Dr. Marion Fischer, Counsel Responsible Business (Pro Bono) CE, Hogan Lovells
            • Peter Kromminga, Geschäftsführer, UPJ
            • Prof. Dr. Markus Scholz, Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Verantwortungsvolles Management, Technische Universität Dresden

Moderation: Alexander Thamm, Kosmopolis

12:15 Uhr: Mittagspause in Foyer und Garten

13:30 Uhr: Parallele Foren

Nachhaltige Lieferketten in Krisenzeiten. Sorgfaltspflichten für Mensch und Umwelt in globalen Wertschöpfungsketten
(Raum Württemberg)

Das Ziel internationale Lieferketten nachhaltig und gerecht zum Wohl von Mensch und Umwelt zu gestalten, gerät immer mehr unter Druck. Fragen der Versorgungssicherheit sowie handels- und geopolitische Interessen treten zusehends in den Vordergrund. Wie kann vor diesem Hintergrund eine smarte regulatorische Rahmensetzung aussehen und wie können Unternehmen in diesem unruhigen und unübersichtlichen Fahrwasser so navigieren, dass sie das Ziel einer verantwortlichen Gestaltung ihrer Wertschöpfung nicht aus dem Auge zu verlieren.

  • Christopher Haas, Geschäftsführer, Haas Magnettechnik
  • Dr. Melanie Müller, Leiterin Forschungsnetzwerk Nachhaltige Globale Lieferketten, Stiftung Wissenschaft und Politik
  • Dr. Carsten Stender, Abteilungsleiter, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Moderation: Jannik Struss, UPJ

Haltung zeigen – und dann? Unternehmensverantwortung für Demokratie und offene Gesellschaft
(Großer Saal)

Dieses Jahr hat eine bemerkenswerte Mobilisierung der deutschen Wirtschaft für Demokratie, Freiheit und Pluralismus gesehen. Zahlreiche Unternehmen haben in den letzten Monaten Position bezogen gegen Rechtspopulismus und Antisemitismus, Netzwerke gegründet und (Anzeigen-)Kampagnen initiiert. Die Praxis hat die vor allem akademisch geführte Diskussion um Corporate Political Responsibility zum Teil überholt. Aber es bleiben Fragen: Wie kommen wir von Haltung zeigen ins Handeln und wie sähe das aus? Welche Themen eignen sich für eine Positionierung und welche nicht? Wen erreichen wir eigentlich und reicht uns das? Und: wie gehen wir mit möglichen negativen Effekten und Gegenkampagnen um?

  • Sandra Bach, Inhaberin, Sandruschka GmbH
  • Dr. Kai-Friedrich Donau, Leiter Corporate Social Responsibility, SCHUFA
  • Daniel Kinderman, PhD, Professor für Politikwissenschaft, Universität von Delaware (USA)
  • Carlotta Köster-Brons, Leiterin Hauptstadtbüro und National CSR-Coordinator, Randstad Deutschland

Moderation: André Koch-Engelmann, UPJ

Präsentiert von:

Powered by Pro bono. Mit kompetenzbasiertem Engagement sozialen Wandel gestalten
(Raum Baden)

Gemeinnützige Organisationen stärken wesentlich den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dabei wachsen die Anforderungen an Vereine, Sozialunternehmen und Stiftungen stetig. Hier können Unternehmen unterstützen und mit ihren Kernkompetenzen (Strategie und Management, Marketing und Finanzen, Technologie und Design, Rechtsberatung und Personalwesen) das Wachstum und die Wirkung von zivilgesellschaftlichen Organisationen erhöhen und soziale Innovationen ermöglichen. Wie sieht die Pro-bono-Landschaft in Deutschland aus? Wie können wir pro bono in Deutschland weiter stärken? Und wie lässt sich damit der soziale Wandel gestalten?

  • Rahel Becker, Stellvertretene Vorstandsvorsitzende CorrelAid
  • Dr. Sunniva Engelbrecht, Geschäftsführung startsocial
  • Benita Piechaczek, Programmleitung UPJ Pro Bono Rechtsberatung

Moderation: Armin Pialek, Referent: Innovation, Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE)

Präsentiert von: 

14:45 Uhr: Kaffeepause und Netzwerken

15:15 Uhr: Parallele Foren

CSR, Klimawandel und Flucht. Perspektiven für CSR-Aktivitäten auf Fluchtrouten und in den Herkunftsländern
(Großer Saal)

Hitzewellen, Stürme und Dauerregen: Der Klimawandel wird für immer mehr Menschen zum Hauptfluchtgrund. Dies hat in erster Linie menschliches Leid zur Folge, aber auch Auswirkungen auf die Infrastruktur und führt zur Abwanderung von Fachkräften. Wie können Unternehmen ihrer Verantwortung nachkommen? Welche Ansätze für CSR-Aktivitäten gibt es jenseits von Not- und Katastrophenhilfe in den (häufig überforderten) Herkunfts- und Aufnahmeländern und entlang der Fluchtrouten? Und welchen Unterschied können datenbasierte Prognosen machen?

  • Patrick Hoffmann, Head of Social Impact & The Human Safety Net, Generali
  • Corina Pfitzner, Geschäftsführerin und Landesvertreterin, International Rescue Committee (IRC) Deutschland
  • Christoph Selig, Vice President Sustainability Communications and Programs bei DHL Group
  • Dr. Koko Warner, Direktorin Global Data Institute, Internationale Organisation für Migration (IOM)

Moderation: Simon Probst, UPJ

Corporate Citizenship am Ende? Unternehmensengagement zwischen Regulatorik und Ressourcenmangel
(Raum Württemberg)

Die ESG-Welle rollt und wird durch die zunehmenden Berichtspflichten (Stichwort CSRD) noch verstärkt. Mit dem S in ESG treten soziale Aspekte zwar stärker in den Fokus. Vorgaben und Standards für Corporate Citizenship sucht man jedoch vergeblich. Im Blick sind vor allem Arbeitsbedingungen und Entlohnung, Einhaltung von Menschenrechten, Diversität und Inklusion. Gleichzeitig binden die regulatorischen Anforderungen so viele Ressourcen, dass die Möglichkeiten das Gemeinwesen positiv mitzugestalten aus dem Blick geraten. Compliance statt Engagement. Eine weitere Entwicklung: Viele Großunternehmen verzahnen Corporate Citizenship stärker mit dem Kerngeschäft und der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie. Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden wird angesichts des Fachkräftemangels zum wichtigsten Argument. Was bedeutet das alles für das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen?

  • Carolin Häfner, Corporate Citizenship Specialist, Kärcher
  • Maximilian Herrmann, Lead Impact Measurement & Management, SAP
  • Anna Wolf, Senior Manager, Sustainability Hub, EY

Moderation: Marius Ehrlinspiel, Senior Consultant, Wider Sense

Präsentiert von:

Gemeinsam handeln. In Netzwerken und Kollaborationen mehr Wirkung erzielen 
(Raum Baden)

Kooperation und Ko-Kreation gelten als erfolgversprechende Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen, die sich nur gemeinsam lösen lassen. Themen wie Fachkräftemangel, marginalisierte Stadtquartiere oder fehlende Zukunftskompetenzen sind oft der Startpunkt für wirkungsvolle Kollaborationen. Doch wie sehen diese konkret aus? Wie gewinnt man die richtigen (lokalen) Partner*innen und kreiert im Sinne von Collective Impact ein gemeinsames Ziel? Wie managt man sektorenverbindende Zusammenarbeit? Und unter welchen Bedingungen werden durch Netzwerke und Kollaborationen mehr Wirkung erzielt? In der Praxis sind unterschiedliche Ansätze gemeinsamen Handelns zu beobachten, die das Potenzial für echte Veränderung haben.

  • Karoline Deißner, Leiterin Fachstelle Unternehmenskooperation, Amt für Soziale Arbeit Wiesbaden
  • Janne Klar, Leiterin Sozialunternehmerisches Engagement, Dr. Ausbüttel & Co. GmbH
  • Anna Katharina Rapp, Leiterin Gesellschaftliches Engagement, BASF SE
  • Dr. Christoph Schmitz, Gründer und geschäftsführender Vorstand, Acker e.V.

Moderation: Ellen Sturm, UPJ

Präsentiert von:

16:30 Uhr: Verabschiedung

17:00 Uhr: Ende

*Kurzfristige Programmänderungen behalten wir uns vor.

Am Vorabend der Konferenz, am 18. Juni, findet im Garten der Landesvertretung Baden-Württemberg ein Abendempfang für Teilnehmende der Konferenz, Mitglieder des UPJ-Netzwerks und geladene Gäste statt. 

Datum:
19. Juni 2024

Veranstaltungsort:
Landesvertretung Baden-Württemberg
Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin

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Speaker*innen u.a.

Rania Al-Khatib

Senior Expert Corporate Citizenship, Deutsche Post DHL Group

Claudius Baumann

Manager Sustainability Services, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, EFRAG Secretariat Member

Prof. Dr. Thomas Beschorner

Universität St. Gallen


Dr. Cathleen Bochmann

Wissenschaftliche Koordinatorin, Aktion Zivilcourage


Mustafa Eroglu

Spezialist Unternehmensengagement, Haus des Stiftens

Christopher Haas

Geschäftsführer, Haas & Co. Magnettechnik

Gabriele Hartmann

Head of Corporate Social Responsibility Deutschland/Germany, SAP

Georg Kell

Gründungsdirektor, Global Compact der Vereinten Nationen

Tobias Kemnitzer

Geschäftsführer, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen

Dr. Christan Lautermann

Forschungsfeldleiter Unternehmensführung und Konsum, IÖW

Annette Mock

Programm-Managerin Flüchtlingshilfe und GoTeach Deutschland, Deutsche Post DHL Group

Dr. Bernhard von Mutius

Sozialwissenschaftler, Philosoph, Strategieberater

Anne-Sophie Pahl

Mitbegründerin von youvo

Benita Piechaczek

Projektleitung, UPJ Pro Bono Rechtsberatung

Markus Priesterath

Ehrenamt und Bürgerschaftliches Engagement, Bundesministerium des Innern und für Heimat

Dr. Wiebke Rasmussen

Global Lead Diversity, CSR & Culture, BearingPoint

Giannina Scalabrino

Programmmanagerin openTransfer Zusammenhalt, Stiftung Bürgermut

Günther Schmid

Leiter Referat Außenwirtschaft, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg

Juliane Seumel

Leiterin Förderung & Partnerschaften, jobs4refugees

Daria Singer

Projektjuristin, KMPG Law

Dr. Carsten Stender

Abteilungsleiter, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Ralph Thurm

Managing Director, r3.0 

Philip Träutlein

Projektmanager, SAP Corporate Social Responsibility for Middle and Eastern Europe

Wir bedanken uns

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Medienpartner*innen: