Digital Service Camp 2026
Digitale Fragestellungen klären, strukturieren und nächste Schritte vorbereiten.
Worum geht es?
Viele gemeinnützige Organisationen haben digitale Themen auf dem Tisch, kommen im Alltag aber nicht dazu, diese zu sortieren oder den nächsten Schritt zu gehen. Oft geht es nicht sofort um die große technische Umsetzung, sondern zunächst um Orientierung, Beratung, Strukturierung oder die Frage: Was wäre ein sinnvoller nächster Schritt? Über das Digital Service Camp können gemeinnützige Organisationen digitale Fragestellungen aus ihrer Arbeitspraxis einreichen. Unternehmensmitarbeitende unterstützen die ausgewählten Organisationen pro bono mit Fachwissen, Beratung und einem Blick von außen. Gemeinsam können zum Beispiel Anforderungen geklärt, Prozesse skizziert, Tool-Optionen eingeordnet, Konzepte entwickelt, Schulungen oder Workshops vorbereitet oder erste Prototypen gedacht werden. Ziel ist es, digitale Vorhaben so zu klären und vorzubereiten, dass die Organisation anschließend besser entscheiden kann, wie es weitergeht.
Bewerbungsschluss ist der 14. August 2026. Zur Vorbereitung der Bewerbung steht ein Bewerbungscheck zum Download bereit.
Termine und Ablauf
29. Juni 2026 | Start Ausschreibung
14. August 2026 | Einreichungsschluss
Sept.-Dez. 2026 | Umsetzung der Projekte
Die Ausschreibung startet am 29. Juni 2026. Gemeinnützige Organisationen können ihre digitale Fragestellung bis zum 14. August 2026 einreichen. Anschließend sichtet UPJ die eingegangenen Anliegen, klärt bei Bedarf Rückfragen und bereitet geeignete Projektzuschnitte für das Matching mit Unternehmen vor. Die Umsetzung der ausgewählten Projekte ist im Zeitraum September bis Dezember 2026 vorgesehen.
Was wird von teilnehmenden Organisationen erwartet?
Zur Vorbereitung der Bewerbung steht ein kurzer Bewerbungscheck zur Verfügung. Er hilft dabei zu prüfen, ob die digitale Fragestellung ausreichend beschrieben, intern abgestimmt und im Zeitraum September bis Dezember 2026 bearbeitbar ist.
Welche Unterstützungsbausteine sind möglich?
Im Digital Service Camp geht es nicht um vollständige IT-Umsetzungen, sondern um gut bearbeitbare Unterstützungsbausteine.
Projektklärung & Beratung
Anforderungen klären, offene Punkte sortieren, Entscheidungskriterien entwickeln, Projektfahrplan vorbereiten.
Prozesse, Daten & Evaluation
Abläufe skizzieren, Listen strukturieren, Auswertungslogiken entwickeln, Datenbedarfe klären.
Website & digitale Angebote
Nutzer*innenperspektive prüfen, Inhalte strukturieren, Anforderungen klären, Briefing für spätere Umsetzung vorbereiten.
KI, Chatbots & Automatisierung
Anwendungsfälle sammeln, FAQ-Strukturen entwickeln, Bot-Flows skizzieren, Machbarkeitscheck durchführen.
Schulung & Leitfäden
Tool-Einführung, Workshop, Tipps & Tricks, kurze Arbeitshilfen oder Leitfäden entwickeln.

Was ist eher nicht geeignet?
Eher nicht geeignet sind Vorhaben, die eine vollständige technische Umsetzung erfordern, zum Beispiel komplette Website-Relaunches, App- oder Softwareentwicklung, dauerhafter IT-Support, Systemadministration, laufende Social-Media-Betreuung, große CRM- oder Datenbankeinführungen oder Projekte mit hohen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen.
Solche Themen können aber als Fragestellung eingebracht werden, wenn es zunächst um Klärung, Konzept, Anforderungen, Machbarkeit oder nächste Schritte geht.
Stimmen aus dem Digital Service Camp
Mitmachende Unternehmen
Hinter dem Digital Service Camp stehen Unternehmen, die bereit sind, gemeinnützige Organisationen mit fachlichen Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden zu unterstützen. Die konkrete Projektumsetzung hängt davon ab, welche Bedarfe eingereicht werden, welche Kompetenzen gefragt sind und welche zeitlichen Kapazitäten auf Unternehmensseite verfügbar sind.
FAQ
Bewerben können sich gemeinnützige Organisationen mit einer digitalen Fragestellung aus ihrer Arbeitspraxis. Aufgrund der Förderung werden bei der Auswahl besonders Organisationen mit Sitz oder Wirkung in Berlin oder Brandenburg berücksichtigt. Gleiches gilt für Organisationen, deren Arbeit Kindern, Jugendlichen, Familien oder Bildungs- und Teilhabechancen zugutekommt.
Organisationen können mehrere digitale Fragestellungen einreichen. Das kann die Chance erhöhen, dass eines der Anliegen zu den verfügbaren Kompetenzen auf Unternehmensseite passt. Unterschiedliche Anliegen sollten möglichst getrennt eingereicht werden.
Die Umsetzung der ausgewählten Projekte ist im Zeitraum September bis Dezember 2026 vorgesehen. Der konkrete Zeitplan wird je nach Projekt und Verfügbarkeit der Beteiligten abgestimmt.
Die Zusammenarbeit im Digital Service Camp ist grundsätzlich online vorgesehen. Organisationen und Unternehmensmitarbeitende stimmen sich digital ab. Reisen oder Vor-Ort-Termine sind nicht erforderlich.
Die Teilnahme ist für gemeinnützige Organisationen kostenfrei. Je nach Projekt können spätere Umsetzungsschritte, technische Lösungen, Lizenzen oder externe Dienstleistungen Kosten verursachen. Solche Fragen können im Rahmen der Zusammenarbeit mitgedacht und eingeordnet werden.
Ob ein Anliegen umgesetzt werden kann, hängt davon ab, ob sich daraus ein gut bearbeitbarer Zuschnitt entwickeln lässt und ob passende Unternehmensmitarbeitende mit den benötigten Kompetenzen gefunden werden. Eine Bewerbung garantiert daher noch keine Umsetzung.
Projektförderung
Das Digital Service Camp wird durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) des Landes Brandenburg im Rahmen des Modellvorhabens „Zukunft Unternehmen: Jugend und Wirtschaft in Brandenburg“ gefördert.