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Die Luftfracht ist pro Tonnenkilometer weiterhin der CO₂-intensivste Transportmodus. DHL zählt seit 2021 zu den Vorreitern beim Einsatz von SAF. Im Jahr 2025 schloss DHL eine der bislang größten SAF-Vereinbarungen des Unternehmens mit Phillips 66 ab: über 240.000 Tonnen (rund 314 Millionen Liter) SAF über einen Zeitraum von drei Jahren. Dies reduziert die Emissionen über den gesamten Lebenszyklus hinweg um rund 737.000 Tonnen CO₂e – etwa so viel wie 2.400 einfache Flüge von Los Angeles nach Frankfurt. Der in Kalifornien produzierte Kraftstoff wird hauptsächlich die DHL-Operationen an der US-Westküste unterstützen.
Wasserstoffbetriebene Lkw entwickeln sich zu einer vielversprechenden Lösung zur Dekarbonisierung des Fernverkehrs, da sie größere Reichweiten als batterieelektrische Fahrzeuge bieten. DHL testet Wasserstoff-Lkw bereits aktiv in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik und wird sie nun auch im Nahen Osten einführen. Im vergangenen Jahr unterzeichnete DHL ein Memorandum of Understanding (MoU) mit Hyperview in Saudi-Arabien, um wasserstoffbetriebene Lkw zu pilotieren. Das Projekt unterstützt die Saudi Vision 2030 und umfasst eine Machbarkeitsstudie zur Wasserstoffinfrastruktur – ein weiterer Beleg für das Engagement von DHL, logistikbedingte Treibhausgasemissionen auch in aufstrebenden Märkten zu reduzieren.
Da der Großteil des weltweiten Warenverkehrs über den Seeweg erfolgt, ist nachhaltiger Schiffskraftstoff (SMF) entscheidend für die Emissionsreduzierung. DHL und CMA CGM, ein französisches Schifffahrts- und Logistikunternehmen, haben sich zusammengeschlossen, um 8.800 Tonnen UCOME‑Biokraftstoff der zweiten Generation zu erwerben, was eine Reduktion der CO₂e‑Emissionen um geschätzte 25.000 Tonnen (Well‑to‑Wake) ermöglicht – also über den gesamten Lebenszyklus des Kraftstoffs hinweg. Dies entspricht in etwa mehreren Betriebstagen eines großen Containerschiffs. Die Partnerschaft stellt einen wichtigen Schritt in Richtung CO₂‑armer Seelogistik dar.
DHL verfolgt das Ziel, bis 2030 rund 66 % seiner letzten Meile, der letzte Schritt der Zustellung einer Sendung beim Endkunden, zu elektrifizieren. Deutschland nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Im Jahr 2025 kündigte das Unternehmen seine bislang größte Einzelbestellung für elektrische Nutzfahrzeuge an: 2.400 neue Elektrotransporter von Ford für die Division Post & Paket Deutschland, von denen der größte Teil bereits ausgeliefert und in Betrieb ist. Damit profitieren künftig rund ein Drittel aller deutschen Postleitzahlgebiete von einer Zustellung ohne Treibhausgasemissionen. Die Zustellung erfolgt über eine Flotte von mehr als 35.000 elektrischen Fahrzeugen, darunter E-Trikes, E-Vans und E-Bikes.
Über die Reduzierung operativer Emissionen hinaus investiert DHL zunehmend in Standorte, die ihre Energie direkt vor Ort erzeugen oder aus erneuerbaren Quellen beziehen – und damit Nachhaltigkeit mit Energieautonomie verbinden. In Thailand hat DHL im vergangenen Jahr ein solarbetriebenes Lager eröffnet. Die Anlage wird voraussichtlich 100 % ihres Energiebedarfs über eine 4,2MWp-Solaranlage in Kombination mit einem modernem Batteriespeicher erzeugen. Dadurch entsteht keine Abhängigkeit mehr vom fossilbasierten Stromnetz – ein wegweisendes Modell für zukünftige Logistikinfrastrukturen weltweit.
Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsreise der DHL Group finden Sie hier:
https://group.dhl.com/de/nachhaltigkeit.html
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